Umfrage

Grazer Fachdidaktiker erheben Kenntnisse in Bevölkerung

Das Coronavirus beschäftigt die Welt seit Monaten. Viel wird darüber gesprochen und geschrieben, aber was bleibt tatsächlich im Bewusstsein und Wissen der Menschen hängen? Fachdidaktiker der Universität Graz wollen erheben, wie gut die Bevölkerung über Viren, Bakterien und SARS-Covid-2 Bescheid weiß, bzw. wo mehr Information gewünscht wird. Teilnehmer zur Online-Befragung werden noch gesucht. Ende November wird die Auswertung in der „European Researchers' Night“ vorgestellt.

red/Agenturen

Lockdown, Maskenpflicht, Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben - viel wird über den Sinn einzelner Maßnahmen diskutiert und heftig über Behandlungsmöglichkeiten und Prävention wie etwa eine Impfpflicht gestritten. „Es ist wichtig, zunächst einmal zu verstehen, was ein Virus überhaupt ist. Davon ausgehend kann man sich Gedanken darüber machen, wie man sich vor einer viralen Infektion schützen kann oder wie eine mögliche Behandlung aussehen könnte“, sagte Uwe Simon vom Didaktikzentrum für Naturwissenschaften und Mathematik (DINAMA) an der Uni Graz im Gespräch zur APA. Immerhin brachte im Jahr 2016 eine Erhebung des Didaktikzentrums unter rund 600 steirischen Schülern und Studenten noch virenbezogene Wissenslücken zutage.

„Wir wollen wissen, was Österreicher/innen über Viren und speziell zu SARS-Covid-2 wissen, wie sie zum Impfen stehen, was sie von den Covid-19 Maßnahmen halten und zu welchen Themen sie sich mehr Aufklärung wünschen. Auch wollen wir erkennen, wo in Schule, Politik und Medien möglicherweise neue Schwerpunkte beim Thema Virus gesetzt werden müssen“, erklärte Simon das Ziel hinter der Befragung.

Die Forscher hoffen auf eine möglichst zahlreiche Teilnahme - die entsprechenden Fragebögen können online in den kommenden zwei Wochen ausgefüllt werden. „Die Teilnehmer haben völlig anonym die Möglichkeit ihr Wissen zu Viren allgemein zu testen, ihr Wissen zu Covid-19 im Besonderen zu prüfen und uns zu schreiben, wozu sie sich mehr Aufklärung/Informationen wünschen“, machte Simon eine Teilnahme schmackhaft. Insgesamt nehme die Abfrage rund zehn bis 15 Minuten in Anspruch. Am 27. November will man die Ergebnisse in einem für die breite Bevölkerung geöffneten Webinar im Rahmen der „European Researchers' Night“ präsentieren.

Teilnahmelink