Endgültige Einstufung ausständig

EU-Kommission sieht vorläufig CBD als Suchtstoff an

Die EU-Kommission sieht den Wirkstoff Cannabidiol aus der Hanfpflanze (CBD) vorläufig als Suchtstoff an. Dies sagte ein Sprecher der EU-Behörde in Brüssel am Donnerstag. CBD-Extrakt aus Blüten- und Fruchtständen seien laut der Einzigen Suchtgiftkonvention der UNO als Narkotikum einzustufen und könne daher nicht als Lebensmittel klassifiziert werden. Damit falle CBD nicht unter das europäische Lebensmittelrecht.

red/Agenturen

Wann es zu einer endgültigen Entscheidung über die Einstufung komme, wurde nicht bekanntgegeben. Die EU-Kommission arbeite jedoch daran, hieß es.

Laut der Plattform Zukunft Hanf Österreich wurde 2019 in Österreich auf rund 2.000 Hektar Nutz-Hanf aus dem EU-Sortenkatalog angebaut. Im vergangenen Jahr wurde damit demnach ein Umsatz von 68,77 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Verein setzt sich gegen ein drohendes Verbot von CBD-Produkten ein. Eine Einstufung von CBD als Suchtmittel seitens der EU-Kommission würde sich laut Martina Friedl von der Firma Deep Nature Project in einem Verbot niederschlagen. Friedl fungiert als Geschäftsführerin der von vier heimischen Betrieben gegründeten Plattform.

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