Corona-Impfstoff

EU-Entscheidung über Marktzulassung bis zum 23. Dezember

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen gemeinsamen Beginn der Impfungen gegen das Corona-Virus in der gesamten Europäischen Union vorgeschlagen. „Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag“, sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. Ihr Sprecher betonte, dass die EU-Kommission bis zum 23. Dezember über die Marktzulassung des Biontech/Pfizer-Vakzins entscheidet.

red/Agenturen

Damit könnte der Impfstoff von Biontech/Pfizer innerhalb von zwei Tagen nach der EMA-Entscheidung am 21. Dezember auf den Markt kommen. Die endgültige Entscheidung darüber, ob das Mittel in den 27 EU-Staaten zugelassen wird, liegt nach dem EMA-Gutachten nämlich bei der Brüsseler Behörde.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten zum Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer abgeben will - acht Tage früher als zuvor geplant. Von der Leyen ließ keinen Zweifel, dass sie mit einem positiven Bescheid rechnet. „Endlich wird binnen einer Woche der erste Impfstoff zugelassen werden, damit Impfungen sofort beginnen können“, sagte sie. Weitere Impfstoffe kämen nächstes Jahr hinzu. „Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen“, sagte sie. Von der Leyen betonte, die EU-Kommission habe das weltweit breiteste Sortiment künftiger Impfstoffe zusammengestellt und insgesamt mehr als genug Impfstoffe für alle Europäer eingekauft.