Corona-Impfstoff

Popper plädiert für nüchterne Analyse nach Todesfall

Im Zusammenhang mit dem Tod einer Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus in der Schweiz plädiert der Simulationsexperten Niki Popper für eine nüchterne Analyse des Falls. Natürlich sei es wichtig, Nebenwirkungen, Wirksamkeit und andere Eigenschaften der Impfung kritisch anzuschauen. Aber man müsse für eine seriöse Einschätzung „den wirklichen Grund“ für den Todesfall abwarten, erklärte er gegenüber der APA.

red/Agenturen

Für eine nüchterne Analyse müsse man auch die Zahlen und Statistiken über das aktuell geimpfte Zielpublikum im Auge behalten: „Auch wenn es zynisch klingen mag - wenn ein Mensch in Österreich über 80 Jahre alt ist, liegt gemäß Daten der Statistik Austria die Chance, dass man innerhalb eines Jahres stirbt, bei rund zehn Prozent“, so Popper.

Konkret sterbe also von 120 Menschen über 80 Jahren rein statistisch jeden Monat knapp ein Mensch. Das gelte auch für jene Über-80-Jährigen, die derzeit geimpft werden - und zwar unabhängig von der gesetzten oder nicht gesetzten Maßnahme. Popper sieht seine Einschätzung als „erste grobe Einordnung, es gebe dabei viele Aspekte, die sich Public-Health-Experten genau anschauen müssen“.