Cholera-Epidemie in Simbabwe: rund 5.000 Erkrankte

In Simbabwe breitet sich die Cholera rasant aus. Die Zahl der infizierten Menschen ist innerhalb von etwa einer Woche von 2.000 auf 5.000 angestiegen.

red/Agenturen

32 Patienten seien der schweren Durchfallerkrankung zum Opfer gefallen, sagte Minister July Moyo am Mittwoch. Vergangenen Dienstag hatte die Regierung noch von 20 Toten und 2.000 Infizierten gesprochen. Die Behörden riefen in der Hauptstadt Harare einen Notstand aus. Das soll helfen, die Krankheit einzudämmen.

Regierung hofft auf internationale Hilfe

Simbabwes Regierung hofft zur Bekämpfung der Epidemie, die sich von Harare rasch in alle Provinzen verbreitet hat, auf die Unterstützung internationaler Partner. Es gebe eine Finanzierungslücke von 51 Millionen Dollar (44 Millionen Euro), sagte Minister Moyo.

Bei einer verheerenden Cholera-Epidemie 2008 waren in dem Land im südlichen Afrika mehr als 4.000 Menschen gestorben. Die Krankheit wird meist durch verseuchtes Wasser übertragen. Sie verursacht starken Durchfall und Erbrechen und kann ohne Behandlung besonders für Kinder, Alte und Kranke lebensgefährlich sein.

Simbabwe mit seinen rund 16 Millionen Einwohnern gehört laut einem UN-Index zu den 40 ärmsten Ländern der Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 61 Jahren, während sie in Westeuropa bei mehr als 80 Jahren liegt.