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Coronavirus

Acht neue Fälle der Delta-Variante in Niederösterreich

In Niederösterreich sind am Donnerstag acht weitere Fälle der Delta-Variante des Coronavirus bekanntgeworden. Bei fünf der Infizierten handelt es sich nach Angaben eines Sprechers von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) um Reiserückkehrer aus den Ländern Russland, Spanien und Serbien. Die übrigen drei Personen hatten sich zuvor nicht im Ausland aufgehalten.

red/Agenturen

Die Gesamtzahl der Delta-Fälle kletterte damit im Bundesland auf 19. Drei der Neuinfektionen wurde dem Bezirk Hollabrunn zugeordnet, zwei der Landeshauptstadt St. Pölten und je eine den Bezirken Bruck a. d. Leitha, Tulln und Horn. Das Durchschnittsalter der 19 positiv Getesteten beträgt 30,16 Jahre. Insgesamt sind vier Personen bereits wieder genesen.

Zwei weitere Fälle der Delta-Variante in Kärnten

In Kärnten sind am Donnerstag zwei neue Infektionen mit der Delta-Mutation des Coronavirus bestätigt worden. Wie der Landespressedienst in einer Aussendung mitteilte, waren ein Reiserückkehrer aus Afrika und dessen Tochter, die in Klagenfurt wohnen, infiziert. Die Infektionen wurden in der Quarantänephase im Rahmen der Freitestung festgestellt. Eine weitere Kontaktperson, die Ehefrau des Mannes, ist negativ getestet worden.

Damit gibt es in Kärnten insgesamt drei nachgewiesene Infektionen mit der Delta-Variante. Außerdem gab es in Kärnten mit Stand Donnerstag noch einen weiteren Verdachtsfall auf die Delta-Variante.

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Die Gesundheitsbehörde Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren ebenso regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus.

Stand Donnerstag, 17. Juni 2021, sind in Wien seit Beginn der Pandemie 140.168 positive Testungen bestätigt. 136.623 Personen sind genesen. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 2.351. Somit verzeichnet die Bundeshauptstadt aktuell 1.194 aktive Fälle.

Österreichweit: 179 Neuinfektionen

Am Tag der Verkündigung weiterer Öffnungsschritte im Juli haben Gesundheits- und Innenministerium insgesamt 179 Corona-Neuinfektionen von Mittwoch auf Donnerstag in Österreich vermeldet. Das liegt zwar leicht über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 173, jedoch sank die Sieben-Tages-Inzidenz von 14,8 auf 13,6 pro 100.000 Einwohner. Während die Impfungen weiter vorangehen, sank auch die Zahl der in Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten.

Die täglichen Neuinfektionen dürften in den kommenden sieben Tagen in etwa stabil bleiben. Davon gehen die Experten des Covid-Prognose-Konsortium in ihrer am Mittwochabend auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums veröffentlichten Einschätzung aus. Die Prognosen zeigen ein Infektionsgeschehen von etwa 170 Fällen pro Tag, aber insgesamt einen leichten Rückgang auf rund 160 Neuinfektionen am 23. Juni. Das Aufkommen der Delta-Variante sei noch zu gering, um einen Einfluss auf die Kurzfristprognose zu haben, wurde betont. Die Auslastung der österreichweit 2.052 Intensivbetten mit Covid-Patienten sollte sich bis 30. Juni auf 2,3 Prozent (48 Betten) reduzieren.

Derzeit liegen 268 Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Spital. Das sind um zwölf weniger als noch am Mittwoch. Auch die Zahl der Intensivpatienten ging auf 87 zurück, das sind um fünf Betroffene weniger innerhalb eines Tages, innerhalb einer Woche waren es um 31 weniger. Von Mittwoch auf Donnerstag waren allerdings drei Todesfälle zu beklagen. Somit erlagen im wöchentlichen Schnitt 3,4 Menschen einer Corona-Infektion. Insgesamt waren in den vergangenen sieben Tage 24 Menschen mit oder an Covid-19 verstorben. Seit Ausbruch der Pandemie gab es 10.674 Todesopfer. Pro 100.000 Einwohner sind das 119,9 Menschen.

Meisten Anteckungen in Wien

Derzeit laborieren in Österreich 3.315 an einer aktiven Infektion, um 116 weniger als am Mittwoch. In drei Bundesländern gab es nur eine geringfügige Zunahme von einer Person bei den Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das war im Burgenland, Kärnten und Vorarlberg der Fall. Die meisten Neuansteckungen gab es erneut in Wien mit 92 Fällen, gefolgt von Niederösterreich mit 28, Oberösterreich mit 18, Steiermark mit 15, Tirol mit zwölf und Salzburg mit elf Fällen. Wien ist auch weiterhin das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz von 28,7, gefolgt von Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich (15,7, 11,6 bzw. 11). Danach kommen Oberösterreich (10,5), Salzburg (7,5), die Steiermark (5,9), Kärnten (4,8) und das Burgenland (4,4).

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 649.181 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt, das sind rund sieben Prozent der österreichischen Bevölkerung. Wieder von einer Infektion erholt haben sich 635.192 Personen. Die Positiv-Rate der aussagekräftigen PCR-Tests liegt nur noch bei 0,2 Prozent. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 666.967 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 84.434 PCR-Tests.

Der erfreuliche Trend bei den Zahlen liegt wahrscheinlich auch am Impffortschritt in Österreich. Allein am Mittwoch wurden 114.673 Dosen verabreicht. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfasses 4.330.446 zumindest eine Teilimpfung erhalten, das sind 48,7 Prozent der Bevölkerung. 2.300.891 und somit 25,8 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert. Am höchsten ist laut Zahlen vom Mittwoch die Durchimpfungsrate (zumindest die erste Dosis, Anm.) in Niederösterreich mit 53,7 Prozent. Im Burgenland sind 53,5 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Tirol 49,2 Prozent. Nach Vorarlberg (48,7), Salzburg (48,6), Kärnten (48,1), der Steiermark (47,7) und Oberösterreich (46,2) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 43,5 Prozent.