Bundesheer hat Personal für NÖ Assistenzeinsatz aufgestockt

Das Bundesheer hat die Anzahl der Kräfte für den Corona-Assistenzeinsatz in Niederösterreich erhöht. Seit Wochenbeginn unterstützen 18 Soldaten bei den landesweit neun behördlichen PCR-Drive-In-Teststationen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in einer Aussendung mit. Aufgestockt wurde auch das Personal für Contact Tracing. In ganz Niederösterreich sind rund 220 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Heeresmitarbeiter zur Pandemiebewältigung im Einsatz.

red/Agenturen

Mit Dienstag unterstützen rund 75 Soldatinnen, Soldaten und zivile Bedienstete des Bundesheeres beim Landessanitätsstab, den Bezirkshauptmannschaften und Magistraten bei der Kontaktnachverfolgung, informierte das Ministerium in der Aussendung. Rund 120 Kräfte führen gemeinsam mit der Polizei Gesundheitskontrollen bei der Einreise nach Österreich im Wald- und Weinviertel sowie am Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) durch. „Wir reagieren rasch auf den gestiegenen Bedarf der Behörden und decken die aktuelle Arbeitsspitze bei der Bekämpfung der Pandemie ab“, betonte der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Martin Jawurek.

Der Assistenzeinsatz ist eine Hilfeleistung des Bundesheeres für Behörden des Bundes, der Länder und Gemeinden, hieß es. Polizei oder Innenministerium können Soldaten außerdem zu einem „sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz“ anfordern, wenn ihre eigenen Personalressourcen nicht mehr ausreichen. Die Kosten übernimmt in diesen Fällen das Bundesheer.

Zusätzlich zu den Assistenzeinsätzen hilft das Bundesheer diese und nächste Woche in den beiden Spar-Lebensmittellagern in Loosdorf (Bezirk Melk) und im oberösterreichischen Marchtrenk (Bezirk Wels-Land). Je 50 Soldatinnen und Soldaten, Zivilbedienstete und Grundwehrdiener portionieren und paketieren dort PCR-Test-Kits. Im Rahmen dieser Unterstützungsleistung übernehmen diese Kräfte laut Aussendung meist im Rahmen ihrer Ausbildung Tätigkeiten, die auch einen Nutzen für das Militär bringen. Der Antragsteller, in diesem Fall Spar, trage die Kosten.