Corona-Pandemie

Corona-Ampel: Kein Land mehr rot

Die Corona-Ampel kommt diese Woche ohne Rot aus. Das heißt, es herrscht nirgendwo mehr sehr hohe Infektionsgefahr. Salzburg ist dank fallender Zahlen in den Bereich des hohen Risikos, also Orange, aufgerückt. Nur mittleres Risiko (Gelb) gibt es mittlerweile außer im Burgenland neu auch in Tirol. Für die übrigen Länder und den Bund gesamt gilt hohes Risiko. Das ist das Ergebnis der heutigen Sitzung der Ampel-Kommission.

red/Agenturen

Mit 1.707 Corona-Neuinfektionen hat sich der leichte Trend nach unten bei den Inzidenzen am Donnerstag fortgesetzt. Das sind fast 500 positive Tests weniger als vor exakt einer Woche. Damit sank die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner seit dem Vortag von 143 auf 138 Fälle. Vor sieben Tagen lag der Wert noch bei 163. Die Zahl der Intensivpatienten stieg jedoch innerhalb der vergangenen Woche um 16 Betroffene, zudem gab es 73 Corona-Tote, zehn seit dem Vortag.

Corona-Ampel: unterschiedliche Situationen

Die Entwicklung bei den Corona-Neuinfektionen fällt nicht im ganzen Land gleich aus. Laut Arbeitsdokument der Ampel-Kommission geht der Trend im Burgenland, in Salzburg und Tirol nach unten, dagegen in Nieder- und Oberösterreich, der Steiermark und in Wien nach oben. Sehr hohes Risiko herrscht nirgendwo, da Salzburg unter die Risikozahl 100 gefallen ist.

Den schlechtesten Wert bei der Risikozahl weist Oberösterreich mit über 89 gefolgt von Wien (gut 85) und eben Salzburg (rund 83) auf. In den gelben Bereich des mittleren Risikos dürfte sich neben dem Burgenland neu auch Tirol gesellen, da der Schwellwert von 50 im Gegensatz zur Vorwoche unterschritten wird. Tirol hat mittlerweile sogar die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz, sowohl in rohen Zahlen als auch risikoadjustiert, also unter Einschätzung von Parametern wie Alter der Patienten.

Getestet wurde vergangene Woche recht viel, am meisten in Wien mit mehr als 78.000 auf 100.000 Einwohner. Der niedrigste Wert ist wie zuletzt meistens in Tirol mit über 47.000 (auf 100.000). Abgeklärt wurden bundesweit 62 Prozent der Neuinfektionen, in 37 Prozent der Fälle verlief die Erkrankung asymptotisch. Das Systemrisiko an den Intensivstationen ist aktuell in Wien mit einer Prognose von 20,7 Prozent Auslastung am höchsten.

73 Tote in sieben Tagen

In Krankenhäusern lagen am Donnerstag 873 Personen. Das sind drei weniger als am Mittwoch gemeldet waren, aber 51 mehr als vor einer Woche. 218 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl stieg seit dem Vortag um zwei und innerhalb einer Woche um 16 Patienten. Außerdem kamen im Schnitt täglich mehr als zehn Todesfälle hinzu, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit ihrem Ausbruch 10.943 Menschenleben in Österreich gefordert.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 604.964 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 181.720 aussagekräftige PCR-Tests und damit 41.000 PCR-Testungen mehr als im Schnitt der vergangenen sieben Tage. Die Positiv-Rate der PCR-Tests betrug 0,9 Prozent.

14.989 Impfungen wurden am Mittwoch durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.676.696 Menschen in Österreich zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 63,5 Prozent der Bevölkerung. 5.364.271 Einwohner und somit 60,1 Prozent der Bevölkerung sind bisher voll immunisiert.

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