Corona-Impfung

Diskussion um Impfstofflieferung an Privatspitäler in Tirol

In Tirol ist am Donnerstag eine Diskussion rund um Covid-Impstofflieferungen an Privatkrankenhäuser entbrannt. Wie die Online-Ausgabe der Zeitung „Der Standard“ berichtete, hätten mehrere private Spitäler bereits Impfstoff erhalten, obwohl diese teilweise keine Covid-Stationen hätten. Einige öffentliche Krankenhäuser mit Covid-Stationen würden indes noch auf den Impfstoff warten, hieß es in dem Bericht.

red/Agenturen

Seitens des Landes Tirol verwies man gegenüber der APA indes darauf, dass die Krankenhäuser selbst den Liefertermin wählen konnten. Aufgrund der Rahmenvorgabe des Bundes seien bereits Ende Dezember 2020 alle Krankenanstalten Tirols angeschrieben worden, mit dem Ersuchen, die Anzahl der Mitarbeiter für eine Covid-Impfung einzumelden, die auf Covid-Stationen arbeiten. Die Krankenanstalten hätten in der Folge zu unterschiedlichen Zeitpunkten bestellt und konnten dabei auch einen gewünschten Liefertermin angeben. Infolge hätten einige Spitäler einen früheren und einige eben auch einen späteren Liefertermin (aufgrund der Logistik und internen Abstimmungen) angegeben. Die gewünschten Liefertermine seien in der Regel aber eingehalten worden, hieß es seitens des Landes.

In den Einrichtungen der tirol kliniken seien bereits alle Mitarbeiter der Covid-Stationen geimpft, erklärte Kliniksprecher Johannes Schwamberger gegenüber der APA. Innerhalb der tirol kliniken habe man einen eigenen Stufenplan nach Expositionsrisiko erstellt. Nach den Impfungen der Covid-Stationen, wurden Bereiche, in denen es eine hohe Aerosolbildung gebe, geimpft. Mittlerweile sei man - zumindest teilweise - in der dritten Phase, in der alle Mitarbeiter, die der Risikogruppe angehören (also auch jene abseits des Gesundheitspersonals, wie beispielsweise Verwaltungsmitarbeiter), geimpft werden. Insgesamt wurden bereits 15 Prozent aller Mitarbeiter der tirol kliniken geimpft, sagte Schwamberger.

In den privaten Unfallkliniken unter dem Namen Medalp, in denen keine Covid-Patienten betreut werden, seien bereits die Hälfte der Mitarbeiter geimpft, erklärte Medalp-Mitgründer Alois Schranz dem „Standard“. Eine Vorreihung habe es aber nicht gegeben, meinte er. Das ebenfalls private Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck, das laut „Standard“ auch bereits Impfdosen erhielt, erklärte gegenüber der APA, dass man sowohl während der ersten Corona-Welle im Frühjahr, als auch während der zweiten Welle Covid-19-Patienten betreute. Zudem habe man eine Vereinbarung mit den tirol kliniken geschlossen, dass das Sanatorium im Bedarfsfall Patienten der Allgemeinklasse für die tirol kliniken betreut. Der Impfstoffbedarf des Hauses sei entsprechend der Priorisierung des Nationalen Impfgremiums gemeldet und vom Land Tirol die Impfdosen dann zugewiesen worden. Bisher seien unter den 480 Mitarbeitern des Sanatoriums 90 Dosen verabreicht worden.

Im Impfplan des Landes Tirol (der unter www.tirolimpft.at eingesehen werden kann) steht, dass zunächst alle Alters- und Pflegeheime, die Über-80-Jährigen und das Personal der Covid-Stationen geimpft werden - bei letzteren sollte die Verabreichung der ersten Dosis bereits - zumindest laut Plan - mit 15. Jänner abgeschlossen sein. Ebenfalls noch in der „Phase 1“ ist die Impfung von Personen mit Vorerkrankungen und hohem Risiko sowie des gesamten medizinischen Personals und Gesundheitspersonals vorgesehen.