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Coronavirus

Erste Impfungen in Tirol könnten Ende Dezember stattfinden

Der Impfstart in Tirol könnte nun doch schon früher erfolgen als bisher bekannt. Es dürfte schon Ende Dezember – und nicht erst im Jänner – so weit sein, dass erste Dosen gegen das Coronavirus verabreicht werden, hieß es vom Land. Derzeit würden dazu noch Gespräche und Abstimmungen mit dem Bund laufen. Voraussichtlich am 12. Jänner sollen in Oberösterreich die ersten Menschen gegen Covid-19 geimpft werden. 

red/Agenturen

In Tirol gehe man davon aus, „dass die Verteilung der ersten Impfdosen zeitgleich an alle Bundesländer erfolgen wird“. In der ersten Jänner-Hälfte sollen dann über 24.000 Impfdosen zur Verfügung stehen, die für Wohn- und Pflegeheime reserviert sind. Damit können mit der Zweifach-Impfung rund 12.000 Menschen vor dem Virus geschützt werden. Laut Land werden mit dieser Tranche alle Bewohner und Mitarbeiter in diesen Einrichtungen auf freiwilliger Basis versorgt.

Die Impfung selbst werden Ärzte oder diplomierte Pflegekräfte unter ärztlicher Aufsicht verabreichen. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) sagte zuletzt, dass die Abstimmungen mit den Wohn- und Pflegeheimen „auf Hochtouren“ laufen würden. Man stehe mit allen Einrichtung in Kontakt. „Bis die Impfdosen in Tirol eintreffen, geht es nun darum, entsprechende Strukturen sowie Formalitäten rasch auf Schiene zu bringen, Bedarfseinmeldungen auszuarbeiten und benötigte Kapazitäten – beispielsweise hinsichtlich Lagerungsmöglichkeiten sowie Impf-Personal – sicherzustellen“, berichtete er.

OÖ startet voraussichtlich am 12. Jänner in Heimen

In Oberösterreich rechnet man damit, dass die ersten Menschen gegen Covid-19 am 12. Jänner geimpft werden. Den Beginn machen dann die Bewohner und Mitarbeiter der Alters- und Pflegeheime. Für sie wurden 40.000 Impfdosen beim Bund bestellt, der auch für die Kosten von Impfstoff und Arzthonoraren aufkommt. Die Logistik übernimmt vorerst der Pharma-Großhandel. Dort können die Impfstoffe optimal gelagert und gekühlt werden, hieß es beim Krisenstab.

Auch das Krankenhauspersonal soll noch in der ersten Phase im Jänner geimpft werden. In einer zweiten Phase ab Februar sind dann jene an der Reihe, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten. Die Impfungen dieser Personen soll durch die Hausärzte erfolgen. Ab April erwartet man, dass so viel Impfstoff zur Verfügung steht, dass die breite Bevölkerung immunisiert werden kann. Impfungen sollen dann sowohl bei niedergelassenen Ärzten als auch bei lokalen Impfstellen angeboten werden.
 

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