Israel will Zahl der Schüler in Klassen deckeln

Israel will in der Corona-Krise seine Schulen und Kindergärten am 1. September mit einer Obergrenze für Kinder und Jugendliche wieder öffnen. Das israelische Bildungsministerium veröffentlichte am Montag einen entsprechenden Plan. Demnach sollen nicht mehr als 18 Kinder in einer Gruppe lernen. Israelische Schulklassen sind normalerweise mit 30 bis 40 Kindern sehr groß.

red/Agenturen

„Das Schulsystem soll am 1. September geöffnet werden und die Stabilität der israelischen Wirtschaft gewährleisten“, sagte Bildungminister Joav Galant. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Professor Chesi Levy, äußerte sich jedoch skeptisch. „Es kann sein, dass die höheren Klassen - von der vierten Klasse an - am 1. September nicht den Schulunterricht beginnen“, sagte er der Nachrichtenseite ynet. Alles hänge von den Corona-Infektionszahlen ab.

Nach dem Plan des israelischen Bildungsministeriums soll von der vierten Klasse an eine Maskenpflicht gelten, auch in den Klassenräumen. Von der fünften Klasse an sollen die Schüler an mindestens zwei Tagen in der Woche in der Schule lernen, den Rest der Woche von zuhause über den Videokonferenzdienst Zoom.

Nach Beginn der Corona-Pandemie hatte Israel seine Schulen zunächst geschlossen. Im Mai begann dann eine schrittweise Öffnung. Angesichts steigender Infektionszahlen mussten jedoch immer mehr Schulen wieder geschlossen werden. Die mehr als zwei Monate langen Sommerferien begannen Ende Juni.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, nach raschen Lockerungen schnellten die Infektionszahlen jedoch in die Höhe. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger SARS-CoV-2 bisher bei 83.540 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 606 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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