Coronavirus

Mehrheit der Deutschen für härtere Maßnahmen

Eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge strengere Corona-Maßnahmen. Laut dem neuen ZDF-“Politbarometer“ finden 52 Prozent, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie härter ausfallen müssten. Dagegen halten 15 Prozent die aktuell geltenden Maßnahmen für übertrieben, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 30 Prozent sagen, dass die Vorgaben so gerade richtig seien.

red/Agenturen

Der vom 23. bis 25. November durchgeführten Umfrage zufolge sind nur 31 Prozent der Auffassung, dass generell genug zum Schutz gegen das Coronavirus getan werde. 63 Prozent stimmten dem nicht zu, 6 Prozent antworteten mit „weiß nicht“. Dass bei einer Vielzahl der Corona-Maßnahmen besonders starke Einschränkungen für Nicht-Geimpfte gelten, hält die große Mehrheit (76 Prozent) für richtig, 22 Prozent hingegen für falsch.

In der Debatte über eine Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht sprechen sich 69 Prozent dafür aus, dass sich jeder gegen das Virus impfen lassen muss. Dagegen sind den Angaben zufolge 29 Prozent. Im Juli sah das laut ZDF-“Politbarometer“ noch anders aus: Damals waren nur 33 Prozent für eine allgemeine Impfpflicht, 64 Prozent waren dagegen.

Die Frage, ob ungeimpfte Corona-Patienten einen Teil ihres Krankenhausaufenthaltes selbst zahlen sollten, bejahte die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) einer anderen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstituts Yougov am Freitag veröffentlichte. 37 Prozent lehnten dies demnach ab, 9 Prozent machten keine Angabe. Die Yougov-Umfrage fand am 25. November statt.