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Coronavirus

Rekordwert: 9.262 Fälle binnen 24 Stunden in Österreich

Die Zahl der Personen, die sich binnen 24 Stunden neu mit dem Coronavirus infiziert haben, ist am Donnerstag auf einen neuen Rekordwert geklettert. Laut Innenministerium wurden mit Stand 9.30 Uhr 9.262 Menschen neu positiv auf Covid-19 getestet. Aufgrund der hohen Fallzahlen kann ab sofort nach einem positiven Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus die Nachtestung mit einem genaueren PCR-Test unter bestimmten Voraussetzungen entfallen.. 

red/Agenturen

Bisher gab es in Österreich 181.642 positive Testergebnisse. 1.608 Personen sind an den Folgen des Coronavirus verstorben und 107.876 wieder genesen. Am Donnerstag befanden sich 3.811 Infizierte in krankenhäuslicher Behandlung. 546 der Erkrankten waren auf Intensivstationen.

Die Zahlen nach Bundesländern:
Burgenland: 194
Kärnten: 399
Niederösterreich: 634
Oberösterreich: 2.554
Salzburg: 798
Steiermark: 1.116
Tirol: 879
Vorarlberg: 537
Wien 2.151.

In den letzten Tagen gab es Probleme mit den Corona-Daten. Zwar wurde verlautbart, dass diese behoben seien, aber laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sollen heute noch „Nachmeldungen“ dabei sein, was höhere Fallzahlen erklären könne. Er betonte aber auch: Diese Einschätzung sei „keine Entspannung“, sondern: „umgekehrt: Es war in den letzten Tagen zu niedrig“.

Antigen-Test genügt bei Überlastung von PCR-Kapazitäten

Nach einem positiven Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus kann die Nachtestung mit einem genaueren PCR-Test ab sofort unter bestimmten Voraussetzungen entfallen. Das Gesundheitsministerium hat am Donnerstag in Hinblick auf die „Fallzahlen und die Arbeitsbelastung der Bezirksverwaltungsbehörden“ einen Erlass an alle Landeshauptleute verschickt. Außerdem werden Priorisierungen bei behördlichen Testungen von bestimmten Personengruppen sowie beim Contact Tracing empfohlen.

Auch die Quarantäne der mit einem Antigen-Test positiv getesteten Person ist damit in definierten Fällen ohne die bisher verpflichtende PCR-Nachtestung möglich. „Es wird klargestellt, dass ein positiver Antigen-Test bereits die Grundlage für die Absonderung der betroffenen Person darstellt und die Kontaktpersonenerhebung so rasch wie möglich durchgeführt werden muss. Ebenso können auf dieser Basis erhobene Risiko-Kontaktpersonen bereits als Ansteckungsverdächtige abgesondert werden“, heißt es in dem Erlass.

Zudem kann bei einer Überlastung der behördlichen PCR-Testkapazitäten, „bis auf Weiteres bei einer Person die Krankheitssymptome aufweist und einem positiven Antigen-Testergebnis die Bestätigung durch einen PCR-Test entfallen, wenn die Erfassung des Antigen-Testergebnisses im EMS (Epidemiologischen Meldesystem des Bundes, Anm.) sichergestellt ist“. Diese Regelung gilt nicht für Tests im niedergelassenen Bereich nach Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG).

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