Coronavirus

Schweizer Impfkonzerte als Flop - Künstler beschuldigen Impfgegner

Schweizer Künstler unterstützen eine Impfaktionswoche mit Gratiskonzerten, aber die Auftritte in Lausanne und Sitten wurden zum Flop. Am Dienstag und Mittwochabend kamen dort zu den „Back on Tour“-Konzerten nur wenige Dutzend statt der erwarteten und zugelassenen 500 Besucherinnen und Besucher. Sämtliche Tickets waren schnell vergriffen gewesen. Künstler bezichtigten Impfgegner der Sabotage.

red/Agenturen

In einschlägigen Chatgruppen hatten Impfgegner dazu aufgerufen, sich die Gratistickets zu bestellen und dann fernzubleiben. Der Erfolg der Aktion wurde dort auch gefeiert. Impfgegner fühlen sich unter Druck gesetzt und werfen den Behörden vor, ihre Freiheit, sich nicht impfen lassen zu wollen einzuschränken, etwa durch die Pflicht, sich testen zu lassen, wenn sie in Restaurants wollen.

„Diese Leute sprechen von Freiheitsentzug und nehmen anderen die Freiheit weg. Das ist lächerlich“, sagte der Rapper Stress, der bei den Konzerten spielte, der Zeitung „Blick“ (Donnerstag-Ausgabe). Aufgetreten sind auch Stefanie Heinzmann, Kunz, Danitsa und Dabu Fantastic. Die Regierung hat die Künstler engagiert, die auch für die Impfung werben sollen. Während der Konzerte ist ein Impfbus vor Ort. In Sitten ließen sich aber an dem Abend nur zwölf Menschen impfen.