Steiermark

Science Center CoSA eröffnet am Wochenende

Anfassen ist erlaubt und das Mitmachen erwünscht: Das neue Science Center CoSA im Grazer Joanneumsviertel eröffnet dieses Wochenende und will das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaft und Technik schüren und motiviert auf 1.200 Quadratmetern an zahlreichen interaktiven Stationen zum Forschen, Entdecken und Weiterdenken.

red/Agenturen

Das Center of Science Activities (CoSA) will Forschung, Innovation und Technologie im ersten Stock des Naturkundemuseums des Universalmuseum Joanneum (UMJ) im wahrsten Sinne des Wortes erleb- und begreifbar machen. Konzipiert wurde es vom Grazer Kindermuseum Frida & Fred und dem Naturkundemuseum des UMJ. Gedacht ist es für Jugendliche ab zwölf Jahren. Am Eröffnungswochenende ist der Eintritt frei, Besucher müssen allerdings Zeittickets vorab buchen.

Talente der Zukunft fördern

Der Weg durch CoSA führt durch rund ein Dutzend Räume, die dem unbeschwerten Erforschen von technischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen gewidmet sind. Ziel sei es, den Forschergeist von jungen Menschen zu wecken und die Talente der Zukunft zu fördern, hielt Wolfgang Muchitsch, wissenschaftlicher Direktor des UMJ fest. Gelingen soll das, indem die Themenbereiche an den Alltag der jungen Menschen andocken und zum Tun und Mitmachen anregen, erklärte Jörg Ehtreiber, Intendant des Grazer Kindermuseums.

So können die Besucher zahllose technische Aufgaben lösen und etwa ein fantastisches Fahrzeug entwickeln, auf medizinische Forschungsreise gehen, Abenteuer in Augmented Reality erleben, selbst Programmieren und damit digitale Räume schaffen oder auch herausfinden, wie viel Energie sie im Laufe eines Tages verbrauchen. Pro Raum kann man gut und gerne 30 Minuten einplanen. Der Bereich „DIY“ bietet den Jugendlichen zudem die Ausstattung zum Arbeiten mit Holz und Metall. Wie das Konzept bei den jungen Besuchern ankommt, wird man erstmals am Wochenende an den beiden Eröffnungstagen sehen. Einige wenige „Timeslot“-Tickets könne man noch buchen, sagte Muchitsch.

Spielerisch Rätsel lösen

Für die Realisierung wurden rund drei Millionen Euro in die Hand genommen, berichtete die kaufmännische UMJ-Direktorin Alexia Getzinger. Das Land Steiermark und die Stadt Graz haben sich mit mehr als 40 Prozent an den Kosten beteiligt, rund ein Fünftel kam über Sponsoren herein. Neben den interaktiven „Hands-on“-Stationen gibt es auch einen 250 Quadratmeter großen Bereich, in dem Augmented Reality und Gamification im Mittelpunkt stehen. Hier bewegt man sich anhand einer Geschichte durch die drei Räume, die einen Mayatempel, ein arktisches Forschungsschiff und ein Habitat der Zukunft darstellen und voll von Rätseln sind, die gelöst werden sollen. Dieses Modellprojekt wird von der deutschen Klaus-Tschira-Stiftung gefördert.

Aus Sicht von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) sei mit dem Center „das fehlende Bindeglied nach dem Kindermuseum“ entstanden. Er nimmt an, dass sich CoSA „schnell zu einem Magnet in der Innenstadt entwickeln wird“. Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) sah am Donnerstag in dem neuen Center of Science Activities eine „einzigartige Möglichkeit für junge Menschen, in die Welt der Technik und Naturwissenschaften einzutauchen“.

 

CoSa
Im neuen CoSA gibt es rund ein Dutzend Räume, die dem spielerischen Erforschen von technischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen gewidmet sind.
Universalmuseum Joanneum_J.J. Kucek