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Coronavirus

Vierjähriger im Landesklinikum Zwettl gestorben

Im Landesklinikum Zwettl ist am Dienstag ein Corona-positiver Vierjähriger gestorben. Die Landesgesundheitsagentur (LGA) hat auf Anfrage einen Online-Bericht der „Kronen Zeitung“ bestätigt. Details würden aus Datenschutzgründen nicht genannt, wurde betont.

red/Agenturen

Laut dem „Krone“-Bericht hatte die in Waidhofen a.d. Thaya lebende Mutter die Rettungskräfte alarmiert, nachdem die Lippen ihres Sohnes blau angeschwollen waren. Erst am Montag hatte sie zwei Antigen-Tests bei dem Kleinkind gemacht: Beide waren positiv ausgefallen.

Der Vierjährige, der laut „Krone“ ein Loch im Herzen hatte und unter chronischer Bronchitis litt, sei am Dienstag per Notarztwagen nach Zwettl transportiert worden. Sehr bald nach der Ankunft hätten Reanimationsmaßnahmen eingeleitet werden müssen, die jedoch erfolglos blieben.

Kein Intensivbett: Vierjährige muss auf Herz-OP warten

Die Herzoperation eines vierjährigen Mädchens aus Kärnten im Linzer Kepler Uniklinikum (KUK) ist indes auf Februar verschoben worden, weil keine Intensivbetten frei sind. Das berichtete das Ö1-Journal am Mittwoch. Das ist kein Einzelfall. In Linz habe es seit Beginn der vierten Coronawelle bereits 20 Verschiebungen gegeben, hatte der Vorstand der Klinik für Kinderkardiologie, Gerald Tulzer, bereits vor einer Woche im APA-Gespräch berichtet.

Das KUK ist ein wichtiges Zentrum für Kinder-Herzchirurgie. Solche Eingriffe werden in Österreich nur hier und im Wiener AKH durchgeführt. Zu den Verschiebungen komme es, weil immer mehr Pflegepersonal für die aufwendige Behandlung der Corona-Intensivpatienten abgezogen werde. „Manche Eingriffe mussten um ein bis zwei Tage, andere um zwei bis drei Wochen oder Monate verschoben werden.“ Seitens des Spitals wurde aber versichert, dass kein kritisch krankes Kind auf seine OP verzichten müsse.

Mutter: „Sie wird schnell blau im Gesicht“

Der aktuelle Fall betrifft ein Mädchen aus Kärnten. Das Kind sei mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen, heißt es in dem Bericht. Zweimal sei die Kleine schon operiert worden, der dritte Eingriff wäre für nächste Woche in Linz geplant gewesen. Nun sei er aber auf Februar verschoben worden, weil keine Intensivbetten frei sind. „Ich habe geglaubt, mir reißt es den Boden unter den Füßen weg“, sagte die Mutter des Kindes im Gespräch mit dem ORF.

„Sie wird schnell blau im Gesicht“ und habe Schmerzen, schilderte die Mutter den Zustand ihrer Tochter. Und: „Sie hat Angst.“ Die Operation sollte eigentlich zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr gemacht werden, ihre Tochter werde aber bereits bald fünf, sieht sie Eile geboten.

 

Verzweiflung
Einer Umfrage in Deutschland zufolge liegt deren faktische Wochenarbeitszeit im Schnitt deutlich über 50 Stunden, ein Fünftel der Befragten berichtet sogar von 60-Stunden-Wochen.
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