Coronavirus

WHO-Impfstoff-Verteilung: gut 337 Millionen Impfdosen bis Ende Juni

Die weltweite Impfstoff-Initiative Covax will bis Ende Juni gut 337 Millionen Dosen der eingekauften Corona-Impfstoffe ausliefern. Das berichtete die Impfallianz Gavi am Mittwoch in Genf. Es handelt sich um 336 Millionen Dosen von Astrazeneca und 1,2 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer.

red/Agenturen

Damit können in den 145 Ländern von Afghanistan bis Simbabwe, die um Belieferung gebeten haben, im Schnitt 3,3 Prozent der jeweiligen Bevölkerung geimpft werden. Nach den Plänen soll die Auslieferung noch vor Ende Februar beginnen.

Bei Biontech/Pfizer stehen noch letzte vertragliche Regeln aus, wie Gavi berichtete. Das ist bislang der einzige Impfstoff, der eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hat. Die Zulassung, eine Voraussetzung für die Auslieferung, wird bei Astrazeneca in den nächsten Wochen erwartet.

Auf der Liste der Covax-Empfängerländer stehen auch etwa Kanada, Saudi-Arabien und Singapur. Deutschland nicht, obwohl es ebenfalls unter den 192 Mitgliedsländern von Covax ist. Länder, die sich schon genügend Impfstoff besorgt haben, haben keine Lieferanträge gestellt.

Die Idee von COVAX war einerseits, mit möglichst vielen Ländern zusammen viele Impfstoffkandidaten zu fördern, um das Risiko von Fehlschlägen gemeinsam zu tragen. Deshalb haben alle Beteiligten - auch die reicheren Länder - Anrecht auf eine Belieferung. Der zweite Covax-Schwerpunkt ist, Ländern mit geringen oder mittleren Einkommen zu versorgen, die einen Impfstoff nicht selbst finanzieren können. Für diese 92 Länder wird die Finanzierung übernommen.