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Corona-Impfung

Wien impft nun auch im Gemeindebau

Im Gemeindebau wird ab kommender Woche gestochen: Wiener Wohnen und das Nachbarschaftsservice „Wohnpartner“ bieten ab Montag Corona-Impfungen in dort eingerichteten Wohnpartner-Lokalen an. Auch in Kärnten wird das niederschwellige Impfangebot ausgebaut: hier bekommt man den Piks bei der „Langen Nacht der Museen“ in Klagenfurt, auf den Bahnhöfen Klagenfurt und Spittal sowie auf der Universität Klagenfurt.

red/Agenturen

Der Auftakt erfolgt im Reumannhof in Margareten, wo am Montag geimpft wird. Knapp zehn weitere Gemeindebauten stehen derzeit auf der Liste, wobei laut Rathaus noch weitere dazukommen dürften. Geimpft wird an den jeweiligen Tagen von 11.00 bis 20.00 Uhr.

Zwei Impfstoffe zur Auswahl

Zwei Vakzine stehen zur Auswahl: Mit dem Produkt von Biontech/Pfizer können sich Personen ab zwölf Jahren impfen lassen. Zusätzlich steht Erwachsenen der Impfstoff von Johnson & Johnson zur freien Auswahl. Interessenten müssen sich nicht anmelden, mitzubringen ist lediglich ein Lichtbildausweis und wenn vorhanden eine E-Card. Sollte kein Impfpass verfügbar sein, kann ein neuer nach erfolgter Impfung ausgestellt werden. Die zweite Impfung erfolgt in einem städtischen Impfzentrum.

Wien: vom Impfboot bis zum Stephansdom

Wien setzt schon seit geraumer Zeit darauf, die Immunisierung an eher ungewöhnlichen Orten durchzuführen. Im Einsatz sind etwa Impfbusse, auch ein Badeboot ist im Sommer gechartert worden. Zudem wurde bzw. wird in Einkaufszentren, im Stephansdom oder im Supermarkt geimpft. Fast 50.000 Menschen konnten auf diesem Weg zu einer Corona-Impfung motiviert werden, betont man im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Kärnten: vom Bahnhof bis zur Uni

Auch in Kärnten wird das niederschwellige Angebot an Impfungen gegen das Coronavirus weiter ausgebaut. Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst bestätigte, gibt es unter anderem bei der „Langen Nacht der Museen“ in Klagenfurt, auf den Bahnhöfen Klagenfurt und Spittal (7. Oktober) und auf der Universität Klagenfurt (1., 4. und 5. Oktober) Möglichkeiten, sich impfen zu lassen. Impfbusse werden auch wieder in Landgemeinden unterwegs sein.

Besonders im Auge hat man die Gruppe der unter 30-Jährigen, in der die Impfquote noch niedrig ist. Von den Zehn- bis 19-Jährigen in Kärnten haben 30,1 Prozent einen und 25 Prozent beide Stiche, bei den 20- bis 29-Jährigen sind 52,1 Prozent zumindest ein Mal und 47,3 Prozent voll immunisiert. „Noch vor wenigen Wochen lag die Impfquote in dieser Gruppe bei 30 Prozent, jetzt sind es schon über 50. Nachdem sie erst später die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, hat diese Altersgruppe nun stark aufgeholt“, so Kurath.

Groß ist allerdings der Unterschied bei der Impfquote, wenn man sich die einzelnen Bezirke in Kärnten ansieht. Auffallend ist, dass sowohl jener Bezirk mit der höchsten, als jener mit der niedrigsten Impfquote eine ländlich geprägte Region ist. So bildet der Bezirk Spittal an der Drau mit 54,3 Prozent zumindest Erstimmunisierten (51,3 Prozent vollimmunisiert) das Schlusslicht. Der Bezirk St. Veit an der Glan hingegen liegt um gut zehn Prozentpunkte darüber: 64,6 Prozent der Einwohner haben zumindest einen Stich erhalten, 60,9 Prozent sind vollimmunisiert.

 

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