Coronavirus

Wiener Pneumologe rät zu Post-Covid-Reha

Ehemalige Covid-19-Patienten sollten nach überstandener Erkrankung zu einem Hausarzt oder gleich zu einem Lungenfacharzt gehen und bei weiterhin gegebenen körperlichen Einschränkungen eine Post-Covid-Reha andenken. Das hat am Freitag Ralf Harun Zwick, ärztlicher Leiter der Ambulanten Pneumologischen Rehabilitation in der Therme Wien, bei einer Pressekonferenz im Gesundheitsministerium empfohlen.

red/Agenturen
„Covid-19 ist kein harmloser Schnupfen." Ralf Harun Zwick, ärztlicher Leiter der Ambulanten Pneumologischen Rehabilitation in der Therme Wien

Eine Reha könne die Lungen- und damit die Leistungsfunktion der Betroffenen verbessern und ihre Lebensqualität anheben, meinte Zwick. „Covid-19 ist kein harmloser Schnupfen“, gab der Fachmann zu bedenken. Selbst bei mildem Krankheitsverlauf seien die Folgewirkungen nicht zu unterschätzen.

So hat eine chinesische Studie ergeben, dass bei minder schwer betroffenen Patienten 30 Tage nach der Spitalsentlassung oft noch Beeinträchtigungen nachweisbar sind. Bei 75 Prozent der Probanden zeigten sich Lungenfunktionsveränderungen, bei 50 Prozent eine Verringerung der Atemmuskelkraft.

Reha
Laut dem Experten sollten ehemalige Covid-19-Patienten nach überstandener Erkrankung bei weiterhin gegebenen körperlichen Einschränkungen eine Post-Covid-Reha in Betracht ziehen.
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