Spitäler

120 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte für Wien

Die Stadt Wien investiert in den weiteren Aufbau der Personalausstattung der Wiener Städtischen Kliniken. Bürgermeister Michael Ludwig erinnerte daran, dass im Herbst 2019 der Wiener Gesundheitsverbund gemeinsam mit der Ärztekammer die Schaffung von 250 neuen Stellen für Ärztinnen und Ärzte sowie in der Fachärzt*Innen-Ausbildung angekündigte. „Wir lösen nun unser Versprechen ein und bringen die erste Tranche zur Besetzung“, so Ludwig.

red/Agenturen

Es handelt sich dabei um 120 Stellen. „In Wien haben wir es durch diesen Schulterschluss zwischen Gemeinde, Gesundheitsverbund und Ärztekammer geschafft, dass die Gesundheitsversorgung für die wachsende und älter werdende Wiener Bevölkerung auch weiterhin auf dem hohen Niveau erhalten bleibt, das die Wienerinnen und Wiener gewohnt sind und auch verdienen“, so Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres. „Wir werden den Wiener Gesundheitsverbund auch dabei unterstützen, die nun geschaffenen zusätzlichen Stellen rasch zu besetzen“, so Szekeres weiter und „wir begrüßen auch die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, die in Hinblick auf die künftige Absicherung eines bedarfsorientierten Personalstands dringend notwendig sind.“

Anästhesie und Kinderpsychatrie mit großen Lücken

„Auch in den anderen Berufsgruppen verstärken wir unser Team. Insgesamt haben wir 380 neue Stellen geschaffen, die wir so rasch als möglich besetzen werden. Darunter sind 120 zusätzliche Stellen in der Pflege sowie Stellen in den weiteren Berufsgruppen“, ergänzte Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes. Der Bedarf an zusätzlichen Stellen wurde auf Basis leistungsorientierter Personalbedarfsberechnungen ermittelt.

„Wir haben bereits im ersten Halbjahr analysiert, in welchen Fächern zusätzliche Ärztinnen und Ärzte am dringendsten benötigt werden, die nun mit entsprechenden Fachärztinnen und -ärzten besetzt werden“, sagte Wolfgang Weismüller, Vizepräsident der Ärztekammer Wien. Diesbezüglich haben Kinder- und Jugendpsychiatrie, Anästhesie und Innere Medizin die größten Lücken aufgewiesen. Prinzipiell sind die 120 Akutdienstposten aber quer durch alle Fächer verteilt. Weismüller dazu: „Die restlichen 130 Dienstposten müssen aber ebenfalls rasch besetzt werden, denn zusätzliche Ärztinnen und Ärzte sind essenziell, um die Versorgungsicherheit der Patientinnen und Patienten auch in Hinblick auf eine bevorstehende zweite Corona-Welle zu gewährleisten.“

Investition in Ausbildung zur Abdeckung des künftigen Personalbedarfs

„Wir müssen uns in unserer Personalbedarfsplanung intensiv mit der Altersstruktur unserer Belegschaft auseinandersetzen“, so Kölldorfer-Leitgeb. „In den kommenden zwei Jahrzehnten wird die Baby Boomer Generation das Pensionsalter erreichen. Um hier vorzusorgen, erhöhen wir auch laufend die Ausbildungsplätze sowohl im Bereich der FachärztInnen-Ausbildung, als auch in der Pflege.“ So finanziert der Wiener Gesundheitsverbund etwa 122 Studienplätze am FH Campus Wien im heurigen Jahr, bis 2022 werden es dort 150 sein. An seinen eigenen Studienstandorten Campus Donaustadt, Campus Favoriten und Campus Floridotower stehen insgesamt 1.080 Plätze für den Erwerb des Gesundheits- und Krankenpflegediploms zur Verfügung.

Die neugeschaffenen Stellen sind auch aus Sicht der Personalvertreterinnen und –vertreter ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Absicherung einer bedarfsorientierten Personalausstattung in den Wiener Städtischen Kliniken. In der ersten Tranche der zusätzlichen 380 Stellen kommen unter anderem 120 im Bereich der Pflege sowie 140 in anderen Berufsgruppen zur Besetzung“, freut sich Susanne Jonak, Vorsitzende der Hauptgruppe II. „Es ist wichtig, in einer vorausschauenden Personalbedarfsplanung alle Berufsgruppen im Blick zu haben, die für das Funktionieren unserer Kliniken Verantwortung tragen.“

 

 

 

 

 

PK Wiener Gesundheitsverbund
v.li.: Ärztekammerpräsident T. Szekeres; Vorsitzende der Hauptgruppe II S. Jonak; W. Weismüller, Vizepräsident ÄK Wien, Bürgermeister M. Ludwig, Gesundheitsstadtrat P. Hacker; E. Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin Wiener Gesundheitsverbund
Jobst/PID