Corona-Verordnungen

3G-Regeln für Clubs und Großevents in England vorgeschrieben

Nach einer emotionalen Abstimmung im britischen Parlament gelten seit Mittwoch in England für den Einlass in Clubs und Discos sowie zu Großveranstaltungen die 3G-Regeln. Die britische Regierung hatte sich angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu der Verschärfung entschieden - das stieß auf großen Widerstand in den eigenen Reihen. Letztlich stimmten 99 Abgeordnete der Konservativen Partei dagegen.

red/Agenturen

Premierminister Boris Johnson hat eine Mehrheit von 79 Mandaten. Er bekam sein Vorhaben nur dank Stimmen der Opposition durchs Unterhaus.

Die 3G-Regeln gelten nun in Clubs sowie bei Veranstaltungen ohne Sitzplätze in Innenräumen mit mindestens 500 Teilnehmern. Unter freiem Himmel muss ein Nachweis über eine Corona-Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test gezeigt werden, wenn es bei einer Veranstaltung keine Sitzplätze gibt und mindestens 4.000 Menschen teilnehmen sowie generell bei Stätten mit mehr als 10.000 Plätzen. In Pubs und Restaurants ist weiterhin kein Nachweis nötig.

Branchenverbände reagierten empört auf die Verschärfung. Britische Medien gehen aber davon aus, dass schon bald noch schärfere Regeln eingeführt werden müssen. Die Omikron-Variante breite sich in atemberaubenden Tempo aus. Regierungsexperten rechneten damit, dass es bereits 300.000 bis 400.000 Omikron-Infektionen täglich gebe, berichtete das Online-Portal „Politico“ am Mittwoch. Vor allem in der Hauptstadt London sei das Virus außer Kontrolle, hieß es.

Im Vereinigten Königreich ist Gesundheit Sache der Regionalregierungen. Im größten Landesteil England ist die britische Regierung zuständig. In den übrigen Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland waren bereits schärfere Regeln in Kraft.