Corona-Impfstoff

Afrika bereitet sich auf erste Impfkampagnen vor

In Afrika rüsten sich die Staaten für die ersten Corona-Impfkampagnen. Auch angesichts der Ausbreitung einer neuen Virusvariante im Süden des Kontinents hoffen sie dadurch auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Als Beschaffungsinstrument dient eine Initiative der Afrikanischen Union (AU) namens AVATT.

red/Agenturen

Über sie wurden der südafrikanischen AU-Präsidentschaft zufolge 270 Millionen Impfdosen beschafft. 50 Millionen sollen zwischen April und Juni zur Verfügung stehen, hatte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kürzlich erklärt und den Produzenten Biontech erwähnt. Der Inselstaat der Seychellen und der westafrikanische Staat Guinea haben mit ersten Impfungen begonnen - mit Präparaten aus China (Seychellen) und Russland (Guinea).

Die Infektionszahlen auf dem Kontinent hatten nach einem vergleichsweise milden Pandemiebeginn im Vorjahr zuletzt massiv zugenommen - sie liegen gemäß der AU-Angaben vom Dienstag aktuell bei knapp 3,3 Millionen erfassten Infektionen und knapp 80.000 registrierten Todesfällen.

Gesundheitsminister: Virusvariante mit ein Treiber für zweite Welle

Die zuerst in Südafrika nachgewiesene Virusvariante B.1.351 - auch als 501Y.V2 bekannt - war bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen entdeckt worden. Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize zufolge war sie mit ein Treiber für die zweite Infektionswelle in Südafrika, wo die Zahl der Neuinfektionen zum Jahreswechsel neue Höhen erreichte.

In Südafrika wurden bisher gut 1,3 Millionen Corona-Fälle bestätigt, knapp 37.500 Menschen starben nach der offiziellen Statistik in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Vorsichtige Hoffnung machte in den vergangenen Tagen ein langsamerer Anstieg der Infektionszahlen.