Coronavirus

Aktuell 13 Schulen und 2.700 Klassen im Distance Learning

Die Omikron-Welle schlägt sich weiter im Schulbetrieb nieder: 13 der rund 6.000 Schulen und 2.700 Klassen (von insgesamt 58.000) befinden sich derzeit wegen gehäufter Corona-Infektionen im Distance Learning. Über die PCR-Tests des Bildungsministeriums wurden diese Woche (exklusive Wien) 2.584 Fälle entdeckt (Vorwoche: 2.703). Schüler aus Wien und Niederösterreich haben nächste Woche Test-Pause: Für sie beginnen heute die einwöchigen Semesterferien.

red/Agenturen

An den Schulen gelten seit Schulbeginn diverse Sicherheitsmaßnahmen: Schüler und Lehrer müssen etwa durchgehend Maske tragen, dreimal pro Woche wird getestet, davon mindestens einmal mit den aussagekräftigeren PCR-Tests. Eigentlich sollten seit 17. Jänner bundesweit zwei PCR-Tests pro Woche durchgeführt werden, wie das in Wien schon seit Beginn des Schuljahrs passiert. Nach technischen Problemen bei jenem Anbieter, der seit Ende der Weihnachtsferien abseits von Wien in allen Bundesländern für die Tests zuständig ist, musste der Start allerdings verschoben werden. Ab 7. Februar soll es nun allerdings soweit sein, hieß es gegenüber der APA im Ministerium mit Verweis auf Zusicherungen der ARGE für molekulare Diagnostik.

Diese Woche wurden bei den Tests der ARGE in der Steiermark 522 Infektionen entdeckt (Vorwoche: 603), gefolgt von Niederösterreich mit 500 (441), Kärnten mit 465 (234), Tirol mit 417 (337), Oberösterreich mit 292 (568), Salzburg mit 184 (Vorwoche 247), Vorarlberg mit 183 (201) und dem Burgenland mit 21 (72).

In Wien, wo man mit „Alles gurgelt" auf einen anderen Testanbieter setzt, wurden laut dem Büro von Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) in der Vorwoche 8.367 Schülerinnen und Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Dazu kommen noch 467 Fälle beim Schulpersonal. Zahlen aus dieser Woche waren auf APA-Anfrage nicht erhältlich.

Keine Änderungen bei Vorgaben zum Umgang mit Coronafällen in Klassen

Mit den anderen Bundesländern sind die Wiener Zahlen generell nur eingeschränkt vergleichbar, weil in der Bundeshauptstadt jede Person, die über ihr Schulkonto einsteigt und einen positiven Test abgibt, in die Schulstatistik fällt - und zwar unabhängig davon, ob dies beim regulären Screening im Schulbereich passiert oder bei einem privaten Test. Dazu kommt, dass von den vorgeschriebenen drei Tests pro Schulwoche in Wien schon seit Schulbeginn zwei mit der aussagekräftigeren PCR-Methode abgenommen werden, in allen anderen Bundesländern nur einer (der Rest sind Antigenschnelltests). Derzeit sind in Wien 584 Schulklassen und 253 Kindergartengruppen gesperrt.

Für Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) zeigen die aktuellen Zahlen, dass man sich noch immer mitten in der Omikron-Welle befinde, auch wenn eine Stabilisierung in Sicht sei. „Es ergeht meine Bitte an die Eltern, nach den wohlverdienten Semesterferien ihre Kinder schon vor dem Schulstart testen zu lassen, damit wir zuversichtlich ins neue Semester gehen können“, so Wiederkehrs Appell.

Unterdessen hat das Bildungsministerium jene Verordnung erlassen, in der das Ende der Maskenpflicht im Turnunterricht ab 7. Februar festgelegt wird. Noch nicht enthalten ist das angekündigte Aus für den Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz in den Volksschulen ab 14. Februar, die entsprechende Verordnung soll laut Bildungsministerium kommende Woche veröffentlicht werden.

Keine Änderungen gibt es laut Verordnung bei den Vorgaben zum Umgang mit Coronafällen in den Klassen: Bei einem einzigen Corona-Fall in der Klasse geht der Präsenzunterricht (ohne den betroffenen Schüler) weiter, die übrigen Kinder müssen dann fünf Tage lang täglich getestet werden. Tritt innerhalb von drei Tagen ein weiterer Corona-Fall in dieser Klasse auf, wird auf Distance Learning umgestellt.