Corona-Mutation B 1.1.7

Alle 600 Jochberger PCR-Tests negativ

Nach dem Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen der britischen Coronavirus-Mutation im Tiroler Jochberg hat es beim kostenlosen PCR-Test-Angebot für die Bevölkerung regen Zustrom gegeben. Bis 16.00 Uhr ließen sich am Mittwoch über 900 der rund 1.500 Jochberger testen, teilte das Land mit. Für rund 600 Tests lag bereits ein Ergebnis vor - alle waren negativ.

red/Agenturen

Die Teilnahme an den Tests im Kultursaal in Jochberg war noch bis 19.00 Uhr möglich. „Auch bei vereinzelten weiteren PCR-Profilen im Bezirk Kitzbühel wurden Auffälligkeiten gemeldet, denen nun nachgegangen wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist davon auszugehen, dass sich diese Virusvariante rascher verbreitet als der bisher bekannte Virusstamm“, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Aus diesem Grund soll sich die gesamte Bevölkerung des Bezirk Kitzbühel nun von Freitag bis Montag kostenlos mittels PCR-Test testen lassen. Die Anmeldung erfolge über die Online-Plattform des Landes Tirol www.tiroltestet.at. Die Anmeldung ist ab Donnerstagmittag online möglich. Die PCR-Testungen sind an den drei großen Test-Standorten St. Johann (Kaisersaal), Kirchberg (Arena 365) und Reith bei Kitzbühel (Kultursaal) möglich. Auch telefonisch über die Gesundheitshotline 1450 kann man sich anmelden.

„Homogene Gruppe mit wenig Kontakten“

Bei den 17 Verdachtsfällen handelt es um zwölf Briten, sowie jeweils eine Person irischer, estnischer, isländischer, spanischer und niederländischer Staatsbürgerschaft. Alle waren in der Personalunterkunft in Jochberg gemeldet. Vorerst gab es keine Hinweise, dass die Personen in den vergangenen Wochen Reisetätigkeiten unternommen hatten. „Es handelt sich jedenfalls um eine homogene Gruppe mit wenig Kontakt zu anderen Personen“, erklärte Elmar Rizzoli vom Corona-Einsatzstab des Landes. Wo sich die Gruppe angesteckt hat, war noch unklar. Und auch ob die von den 17 Betroffenen besuchte Ausbildung hinsichtlich der coronabedingten Maßnahmen rechtskonform war, galt es noch zu klären.