Auch Lehrer wollen Mittel aus Impflotterie

Auch die Lehrer wollen bei der Aufteilung der Mittel aus der abgesagten Impflotterie berücksichtigt werden. Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrkräfte wie auch Verwaltungspersonal hätten „viel auf sich genommen, um unsere Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern bestmöglich durch diese schwierige und herausfordernde Zeit zu bringen“ und den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten, heißt es in einem Schreiben der Lehrergewerkschaft an Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP).

red/Agenturen

Dabei hätten sie sich einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt und „unzählige bildungs- und gesundheitspolitische Zusatzaufgaben“, übernommen, wird in dem Offenen Brief argumentiert. Nehammer hatte die Absicht kundgetan, dass das für die Impflotterie vorgesehene Geld jenen Menschen zukommen soll, die in der Pandemie viel geleistet hätten und das Gesundheits-und Pflegepersonal, Bundesheersoldaten und die Polizei genannt.

Es sei „nicht nachvollziehbar“, wenn nur diese Personengruppen berücksichtigt würden, meinen die Lehrervertreter. „Wir fordern die Bundesregierung daher auf, bei der Aufteilung der Impflotterie-Milliarde auch jene Menschen an unseren Schulen zu berücksichtigen, die während der Pandemie genauso viel geleistet haben.“

Andere Vorstellungen hat GPA-Vorsitzende Barbara Teiber. Ihrer Ansicht nach müssten die freigewordenen Mittel nachhaltig in die Pflege investiert werden, hieß es in einer Aussendung. „Die Impflotterie-Milliarde jetzt mit der Gießkanne zu verteilen, wäre ein Schlag ins Gesicht der Pflegekräfte.“ Stattdessen müssten deren Gehälter nachhaltig erhöht und die Arbeitszeit verkürzt werden, Auszubildende müssten außerdem bezahlt werden.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz wiederum glaubt, dass die Mittel für die Impflotterie gar nicht vorhanden sind und nur „auf reinem Marketing der schwarz-grünen 'Zirkusdirektoren' basieren“. Gleichzeitig verlangt er einen „spürbaren Teuerungsausgleich“: „Preisbremsen und Steuerreduktionen auf Treibstoffe und Energien für den privaten Haushalt sind ein Anfang und das Gebot der Stunde“, so Schnedlitz in einer Aussendung.