Auf den Intensivstationen hauptsächlich Ungeimpfte

Dass die Corona-Impfung vor allem bei schweren Verläufen hilft, zeigen die aktuellsten die Zahlen zum Impfstatus der Covid-19-Spitalspatienten aus dem Gesundheitsministerium. Am gestrigen Dienstag befanden sich in ganz Österreich 584 Menschen mit einer Infektion auf der Intensivstation. 428 und somit 73,3 Prozent der Intensivpatienten hatten entweder keine oder eine unvollständige Impfung. Der wesentlich geringere Anteil, nämlich 156 Personen (26,7 Prozent), waren geimpft. Wien verleiht drei Ecmo-Geräte an Niederösterreich.

red/Agenturen

Ähnlich präsentierten sich die Zahlen in der Bundeshauptstadt Wien (Stand 22. November). Dort mussten 113 Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden. 90 Patientinnen und Patienten und damit 79,6 Prozent haben keinen vollständigen Impfschutz bzw. sind gar nicht geimpft. 20,4 Prozent, sprich 23 Personen, haben zumindest zwei Impfdosen erhalten.

Schaut man sich die Gesamtzahl der Krankenhauspatientinnen und -patienten an, dann sind in ganz Österreich von 2.584 Infizierten mehr als die Hälfte (54,5 Prozent bzw. 1.409 Personen) ohne vollständigen Impfschutz (Stand 23. November). Wesentlich weniger - 1.175 Personen - sind mit zwei Impfdosen immunisiert. Mit Blick auf Wien sind von 344 Spitalspatientinnen und -patienten 192 ohne Impfschutz (55,8 Prozent) und 152 (44,2 Prozent) vollständig geimpft.

Wien verleiht drei Ecmo-Geräte an Niederösterreich

Die Stadt Wien unterstützt das Land Niederösterreich und stellt drei Ecmo-Geräte zur Verfügung (das sind jene Geräte, bei denen das Blut aus dem Körper herausgenommen und außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und wieder zurückgeführt wird, Anm.). Diese werden für schwere Covid-Intensivpatienten genutzt, hieß es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

„Ich habe voriges Jahr den Wiener Gesundheitsverbund beauftragt, zusätzliche Geräte für den Notfall zu besorgen. Aus dieser Reserve stehen uns jetzt zusätzliche Geräte zur Verfügung, mit denen wir jetzt in Niederösterreich solidarisch aushelfen können“, so Hacker (SPÖ).