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Corona-Verordnungen

Ausreisetestpflicht in Schwaz fällt, zweite Impfrunde startete

Die seit rund einem Monat bestehende Ausreisetestpflicht aus dem Bezirk Schwaz ist Geschichte. Bei den Testungen wurden 170 asymptomatische Personen entdeckt, teilte das Land am Mittwoch mit. Gleichzeitig startete am Donnerstag die zweite Impfrunde im gesamten Bezirk. Die Neuinfektionen waren dort zuletzt stark zurückgegangen. Dies weise darauf hin, dass die Impfungen ihre Wirkung zeigen, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

red/Agenturen

Mit dem Ende der Ausreisetests wird auch die FFP2-Maskenpflicht an ausgewählten öffentlichen Orten im Freien im Bezirk abgeschafft. Die Maßnahmen wurden eingeführt, weil sich im Bezirk die südafrikanische Virusvariante verstärkt ausgebreitet hatte. Diese spielt aber nur mehr eine geringe Rolle. Während diese Mutation Anfang Februar noch einen Anteil von knapp 19 Prozent aller Infizierten in Tirol ausmachte, waren es am Mittwoch nur mehr 0,55 Prozent. Am Höhepunkt wurden 120 Fälle registriert, nun waren es sieben aktiv Positive.

Am Donnerstag starte im Bezirk die zweite Impfrunde. Rund 50.000 Personen waren aufgerufen, sich ein zweites Mal impfen zu lassen. Die Impfbereitschaft sei „nach wie vor sehr hoch“, hieß es seitens des Landes auf APA-Anfrage. Die Termine würden eingehalten und die angemeldeten Personen pünktlich erscheinen. Die Organisation an den 26 Standorten verlaufe bisher reibungslos.

Viele Menschen im Bezirk würden sich „sehr dankbar“ zeigen, dass sie die Möglichkeit haben, sich im Rahmen der Aktion impfen zu lassen, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und sprach einmal mehr von einer „Europäischen Modellregion Schwaz“. „Es zeigt sich bereits jetzt anhand der aktuellen Infektionszahlen im Bezirk Schwaz, dass sich die Impfungen in Verbindung mit einem breiten Testangebot und einem intensiven Contact Tracing positiv auf die epidemiologische Lage im Bezirk auswirken. Der Weg ist der richtige“, betonte Platter. Die Neuinfektionen in Schwaz waren zuletzt stark zurückgegangen. Während man vor zwei Wochen noch über 270 aktiv Positive verzeichnete, waren es mit Stand Donnerstag 152.

Der zweite Durchgang der Schwazer Impfungen dauert großteils bis inklusive kommenden Montag. In der ersten Impfrunde im März hatten sich rund 46.000 der insgesamt 64.000 infrage kommenden Bürger impfen lassen. Nachbargemeinden erhielten übrig gebliebenen Impfstoff.

Der Bezirk im Tiroler Unterland hatte wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante eine Sondertranche der Europäischen Union in Form von 100.000 Impfdosen erhalten. Die Durchimpfung wird von einer wissenschaftlichen Studie mit dem Namen „REDUCE“ begleitet, an der 12.500 Impfwillige teilnahmen.