Spitäler

Bessere Zusammenarbeit der Vorarlberger Spitäler besiegelt

Mit einem „Letter of Intent“, einer Absichtserklärung, haben das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn am Montag die künftige Kooperation zwischen Landeskrankenhäusern und dem Dornbirner Stadtspital besiegelt. Eine Integration des Stadtspitals in die Krankenhäuser-Betriebsgesellschaft des Landes wird nicht angestrebt.

red/Agenturen

Gemeinsames Ziel von Land und Stadt sei, das Gesundheitssystem bedarfsgerecht und wirtschaftlich auszurichten, sagte Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) bei der Vertragsunterzeichnung im Dornbirner Stadtspital. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen man auch zeigen, „dass die Spitäler gemeinsam unterwegs sind“.

Der Formalakt, bestehende Kooperationen mit Landeskrankenhäusern durch Verträge abzusichern, sei ein starkes Signal für von beiden Seiten gewünschte Kooperation, sagte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (ÖVP). Die eigene Trägerschaft habe aber ihr Gutes, sagte die Bürgermeisterin. So sei eine effiziente Führung bei 286 Betten einfacher. Sie gehe auch künftig von zwei Trägern aus, sagte Landesrätin Rüscher auf Nachfrage. An eine Übernahme des Stadtspitals sei nicht gedacht.

Krankenhäuser „eigene Identität“

Sehr wohl werde aber im Spitalsentwicklungsprozess „Mein Spital 2030“ über künftige Kooperationen und Schwerpunktsetzungen diskutiert. Eine Ist-Analyse von 26 Abteilungen wurde soeben abgeschlossen, berichtete Rüscher. Die Soll-Analyse auf Basis des österreichischen Strukturplans Gesundheit werde man Ende 2020 vorlegen. Rüscher: „Jedes der Krankenhäuser soll seine eigene Identität haben.“

Vorarlberg betreibt sechs Krankenanstalten mit 1500 Betten. 5.000 Menschen werden beschäftigt. Die Ausgaben belaufen sich pro Jahr auf 550 Millionen Euro. Das Stadtspital Dornbirn hat 286 Betten, 1.000 Mitarbeitende und gibt pro Jahr 80 Millionen Euro aus.