Coronavirus

Bürger in Norwegen sollen wieder Mund-Nasen-Schutz anlegen

Angesichts der besorgniserregenden Pandemie-Lage führt Norwegen neue Maßnahmen und Empfehlungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Den Bürgern des skandinavischen Landes wird ab sofort empfohlen, im Kontakt mit Gesundheits- und Pflegediensten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wie Regierungschef Jonas Gahr Støre am Dienstag in Oslo sagte.

red/Agenturen

Ab Mittwoch müsse man sich zudem bis zum Erhalt eines negativen Tests zu Hause in Quarantäne aufhalten, wenn man mit einem Infizierten zusammenwohne. Dies gelte für geimpfte und ungeimpfte Erwachsene, für Kinder sei es keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Erkrankte müssten sich unabhängig vom Impfstatus fünf Tage lang isolieren.

Die Pandemie sei nicht vorüber, sondern in eine neue Phase übergegangen, sagte Støre. Man müsse sich daran gewöhnen, mit dem Virus zu leben und es zu kontrollieren. Die Omikron-Variante schaffe Unsicherheit, von Regierung und Behörden werde die Lage unentwegt genau verfolgt. Alle Ungeimpften sollten sich impfen lassen. Wer eine Auffrischdosis angeboten bekomme, der solle dieses Angebot annehmen, forderte Støre.

Norwegen ist lange Zeit relativ gut durch die Pandemie gekommen. Ende September hatte sich das Land von den meisten Beschränkungen verabschiedet. In den vergangenen Wochen waren die Zahlen aber deutlich gestiegen, woraufhin Mitte November neue Maßnahmen eingeführt wurden. In den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC lag Norwegen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 480 und somit etwas unter dem deutschen Niveau.