Coronavirus

Corona-Pandemie ließ Bundesförderungen nach oben schnellen

Die Corona-Kurzarbeit und andere Corona-Hilfen haben die Bundesförderungen stark ansteigen lassen. Im Jahr 2020 schnellten die Auszahlungen des Bundes für Fördermittel im Vergleich zum Jahr davor um 11,5 Mrd. Euro bzw. 179 Prozent auf 17,9 Mrd. Euro nach oben, geht es aus dem kürzlich an das Parlament übermittelten Förderungsbericht der Bundesregierung hervor. Die Förderungen entsprachen rund 17,8 Prozent der Gesamtauszahlungen des Bundes.

red/Agenturen

Die Covid-19-Förderungen beliefen sich auf insgesamt rund 11,6 Mrd. Euro, wovon 6,1 Mrd. Euro auf Förderungen aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds und 5,5 Mrd. Euro auf die Corona-Kurzarbeit entfielen, schreibt die Regierung in ihrem Förderbericht 2020. Zusätzlich seien quantifizierte Steuererleichterungen (indirekte Förderungen ohne Covid-19-Förderungen) in Höhe von rund 17,4 Mrd. Euro gewährt worden.

Im internationalen Vergleich weist Österreich mit 9,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2020 die dritthöchste Quote aller EU-Staaten auf, heißt es im Förderbericht.

Der Mittelwert aller EU-Mitgliedsstaaten und der 19 Eurozonen-Staaten liegt bei 6,8 Prozent des BIP. Das Finanzministerium verwies aber darauf, dass die Förderungen relativ zum BIP nicht nur aufgrund der absolut höheren Förderungen gestiegen seien, sondern dass auch der Rückgang des nominellen BIP zum Anstieg der Quote beigetragen habe.