Prävention

Diabetes-Vorsorge wird von der Kasse bezahlt

Die Vorsorge für die Volkskrankheit Diabetes wird von der Kasse bezahlt. Auf Wunsch kann der Arzt als Vorsorge eine entsprechende Blutuntersuchung anordnen. Der Patient bekommt die entsprechende Analyse dann von der Kasse bezahlt, teilte ÖGK-Verwaltungsrat Martin Schaffenrath mit.

red/Agenturen

Die Stoffwechselwerte können bei einer Blutuntersuchung beim behandelnden Arzt oder bei der behandelnden Ärztin ermittelt werden. Dabei werden Blutzuckerspiegel und Blutfette bestimmt, entscheidend für eine Diabetes-Früherkennung ist die Bestimmung des sogenannten HbA1c Wertes. Dies ist bei allen Vertragsärzten der ÖGK möglich.

Andreas Krauter, Chefarzt der ÖGK, verweist darauf, dass es gerade in der Zeit der Covid-Pandemie wichtig ist, auf einen gesunden Stoffwechsel zu achten. Wenn Diabetes Mellitus oder Prädiabetes - eine Vorstufe des Typ 2 Diabetes - nicht erkannt, oder schlecht eingestellt ist, bestehe ein hohes Risiko für die Betroffenen, im Fall einer Covid-Infektion, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Daher ist ein rechtzeitiges Erkennen von Diabetes entscheidend: „Der Parameter HbA1c lässt erkennen, ob der Zuckerstoffwechsel schlecht eingestellt ist oder eine Vorstufe zu Diabetes besteht“, so Krauter.

Susanne Kaser, Präsidentin der Österreichischen Diabetesgesellschaft erläutert: „Prädiabetes ist die Vorstufe des Typ 2 Diabetes und betrifft laut Schätzungen 350.000 Menschen in Österreich. Es macht keine Beschwerden, kann aber schon bleibende Schäden wie Nervenstörungen anrichten. Eine frühe Diagnose ist wichtig, um die Entstehung eines Typ 2 Diabetes zu verhindern oder hinauszuzögern, irreversible Gewebsschädigungen zu vermeiden und auch häufige begleitende Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen frühzeitig zu behandeln.“