Corona-Krise

Einsatzorganisationen rüsten für nächste Welle

Die neue Coronavirus-Variante Omikron und ihre deutlich höhere Infektiosität beschäftigt die Einsatzorganisationen. Die Frage lautet, wie der Dienst auch dann aufrechterhalten werden kann, wenn es wegen Omikron massiv mehr Krankenstände geben sollte. Bei der Berufsrettung tritt ein Stufenplan bei gesteigerten Einsatz-und Ausfallszahlen in Kraft. Die Berufsfeuerwehr will Kontakte zwischen den Einheiten in ihren Reihen auf das notwendige Mindestmaß beschränken.

red/Agenturen

„Wir haben ja schon im Herbst das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken auf den Stationen und in den Fahrzeugen eingeführt“, sagte der Sprecher der Berufsrettung, Daniel Melcher, zur APA. Dazu komme eine sehr hohe Impfquote von knapp 90 Prozent und ein umfangreiches Testangebot täglich. „Die Mitarbeiter sind auch aufgefordert, dies zu nutzen“ In weiterer Folge werden die Kennzahlen mehrmals täglich evaluiert. Ist erkennbar, dass die Einsatzzahlen und/oder die krankenstandsbedingten Ausfallzahlen steigen, tritt der Stufenplan in Kraft.

Die Wiener Berufsfeuerwehr hat ebenfalls Omikron-Überlegungen durchgeführt, aber bereits für die Corona-Pandemie im Allgemeinen einiges eingeplant. Dazu gehört auch, dass es eine gewisse Mindestbesatzungsstärke geben muss. Es sei durchaus im Bereich des Möglichen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr Urlaube wegen Krankenständen streichen müssen, sagte Berufsfeuerwehr-Sprecher Christian Feiler. Die Aus- und Fortbildung findet nicht wacheübergreifend statt, sondern nur innerhalb der Gruppen. So weit es die Größe des Einsatzes möglich macht, haben die einzelnen Gruppen auch keinen Kontakt miteinander. So sollen Virus-Ausbreitungen möglichst kleingehalten werden. Dazu kommen Sonderdienstpläne.

Die österreichische Polizei hat ebenfalls bereits die „Sicherstellung der Durchhaltefähigkeit“ geplant, wie es in einer Stellungnahme des Innenministeriums hieß. Die Maßnahmen reichen dabei von verstärkten Hygieneanstrengungen, Testen, Kontaktreduktion und in weiterer Folge, wenn notwendig, auch bis zur „Fokussierung auf Kernaufgaben oder Maßnahmen in der Dienst- und Freizeitplanung der Beamten“. Das bedeute zum Beispiel die Veränderung der Gruppenstärken im Tag/Nachtdienst. „Die Maßnahmen werden, je nach Lageentwicklung, stufenweise umgesetzt“, so das Innenministerium. Die oberste Prämisse sei „die anhaltende, flächendeckende sicherheitspolizeiliche Versorgung der Menschen in Österreich unter Berücksichtigung der regionalen Erfordernisse“.

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