Coronavirus

EMA-Chefin Cooke beklagt Personalmangel

Die Direktorin der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), Emer Cooke, beklagt einen Personalmangel ihrer Einrichtung. Seit 2014 hätten sich die Aufgaben der Agentur um 43 Prozent gesteigert, gleichzeitig sei der tatsächliche Stellenplan um zehn Prozent reduziert worden, sagte Cooke am Dienstag vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. „Wir brauchen Hilfe, wir brauchen auf alle Fälle Hilfe“, postulierte Cooke in einer Anfragenbeantwortung.

red/Agenturen

Vor dem Hintergrund, dass Impfstoffhersteller wie Pfizer innerhalb von hundert Tagen adaptierte Corona-Impfstoffe ausrollen wollen, könnte dieser personelle Engpass bei der EMA zunehmend zum Hindernis werden. Besonders die transparente Darstellung von Daten und Entscheidungsgrundlagen leide unter dieser Personalknappheit, berichtete auch das Ö1-“Morgenjournal“ am Mittwoch.

Neben der persönlichen Überlastung der Mitarbeiter, die sich in immer mehr Langzeitkrankenständen zeige, leide die EMA auch unter einer unzureichenden Finanzierung. 40 Vollzeitmitarbeiter habe die EU versprochen, tatsächlich gebe es aber weniger Personal und weniger Finanzmittel, urgierte Cooke.