Coronavirus

EU-Kommissar Hogan unter Druck

EU-Handelskommissar Paul Hogan hat eine Veranstaltung besucht, bei der die Polizei Verstöße gegen Corona-Regeln prüft. Hogan habe an dem Event in seiner irischen Heimat im „gutem Glauben“ teilgenommen, dass die Organisatoren und das Hotel die nötigen Vorkehrungen im Sinne der Auflagen im Kampf gegen Covid-19 getroffen hätten, sagte eine EU-Kommissionssprecherin am Freitag in Brüssel.

red/Agenturen

Zuvor war der irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary zurückgetreten, weil er die selbe Veranstaltung mit mehr als 80 Personen besucht hatte. „Ich möchte mich bei allen entschuldigen“, sagte Calleary dem Sender Midwest Radio. „Ich habe die nationalen Bemühungen beschädigt, es mit Covid aufzunehmen.“

Irlands erst vor kurzem verschärfte Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie gehören zu den striktesten in ganz Europa. Demnach sind Treffen in geschlossenen Räumen nur noch für bis zu sechs Personen erlaubt. Beim Abendessen der parlamentarischen Golfgesellschaft nahmen allerdings mehr als 80 Gäste in einem Hotel teil. Auf die Frage, ob Hogan nun als EU-Handelskommissar zurücktreten werde, antwortete die Kommissionssprecherin nicht.

 

 

EU Flagge Europa
Nach einem vermeintlichen Verstoß gegen die Corona-Regeln gerät EU-Handelskommissar Paul Hogan unter Druck.
Pixabay