Impfstoffe

EU-Kommission gibt Preis für Impfdose nicht bekannt

Die EU-Kommission will den Preis für eine Impfdose des Vakzine-Kandidaten BNT162b2 nicht bekanntgeben, da noch Vertragsverhandlungen mit einer Reihe von Unternehmen laufen, wie ein Sprecher der EU-Behörde in Brüssel am Donnerstag mitteilte. Diese Information sei im Vertrag enthalten, aber nicht öffentlich.

red/Agenturen

Am Mittwoch hatte die EU-Kommission einen Rahmenvertrag mit dem deutschen Unternehmen BioNTech und dem US-Pharmakonzern Pfizer über den Bezug von bis zu 300 Millionen Dosen des möglicherweise ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus formal gebilligt. Den EU-Staaten stehen damit Bezugsrechte für den Impfstoff zu, sobald dieser eine Zulassung bekommt. Wann es soweit ist, ist offen.

BioNTech und Pfizer hatten am Montag positive Ergebnisse in der entscheidenden Studie mit ihrem Corona-Impfstoff verkündet. Demnach bot die Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Es war der weltweit erste Erfolg bei einer Studie der letzten Phase, die für die Zulassung entscheidend ist und an der Tausende Probanden teilnehmen. Die größte Herausforderung bei der Verteilung ist allerdings, dass der Impfstoff bei einer Temperatur von bis zu minus 80 Grad Celsius transportiert werden muss und nicht lange im Kühlschrank gelagert werden kann.

Am Dienstag hieß es, BioNTech wolle seinen Corona-Impfstoff unterhalb der üblichen Marktpreise verkaufen. Der Preis des Impfstoffs werde dennoch die finanziellen Risiken widerspiegeln, die seine privaten Investoren eingegangen seien, sagte BioNTech-Strategiechef Ryan Richardson bei einer Online-Veranstaltung der „Financial Times“. In den Ländern werde es voraussichtlich verschiedene Preise geben, so Richardson, ohne weitere Details zu nennen.