Coronavirus

Französische Studie zeigt schnelle Verbreitung rund um Schule

Um ein Wiederaufflammen der SARS-CoV-2-Infektionen in größerem Ausmaß zu beherrschen, wird man wohl in nächster Zukunft auch verstärkt Augenmerk auf Schulen legen müssen. In einer weltweit ersten Studie haben französische Wissenschafter jetzt die schnelle Verbreitung von Covid-19 rund um eine höhere Schule im Norden des Landes belegt.

red/Agenturen

Arnaud Fontanet und die Co-Autoren, unter anderem von der Abteilung für die Epidemiologie neu auftauchender Erkrankungen des Institut Pasteur in Paris, haben zurückschauend zwischen 30. März und 4. April dieses Jahres eine Antikörper-Studie unter 661 Teilnehmern im mittleren Alter von 37 Jahren unter Schülern, Lehrern, sonstigem Schulpersonal, Eltern und Geschwistern auf eine erfolgte SARS-CoV-2-Infektion durchgeführt. Binnen weniger Wochen nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie gab es durch einen Ausbruch in der Schule in Oise offenbar viele Ansteckungen.

Insgesamt wiesen 171 der 661 Teilnehmer SARS-CoV-2-Antikörper im Blut auf. Das waren 25,9 Prozent. Alle Betroffenen wurden wieder gesund. 5,3 Prozent der Teilnehmer mussten ins Spital. 70,8 Prozent der Infizierten hatten schwere Symptome, 12,3 Prozent leichte und 17 Prozent überhaupt keine Beschwerden.

Raucher niedrige Infektionsrate

Allerdings waren die verschiedenen vertretenen Personengruppen unterschiedlich häufig betroffen: 38,3 Prozent der Schüler steckten sich an. Dann kamen 43,4 Prozent der Lehrer und 59,3 Prozent des restlichen Schulpersonals. Interessanterweise hatten Raucher nur eine Infektionsrate von 7,2 Prozent, hingegen waren 28 Prozent der SARS-CoV-2-Positiven Nichtraucher.

Es gab keinen Unterschied zwischen Personen mit sonstigen Grunderkrankungen und vollständig Gesunden. Die Studie ist vorerst in einem offen zugänglichen Online-Archiv hinterlegt worden und noch nicht in einem Peer-Reviewed-Journal mit entsprechendem Lektorat durch Experten erschienen.

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