Österreich

Gesundheitsausgaben 2017 auf 10,3 Prozent des BIP leicht gesunken

In absoluten Zahlen sind sie auf 38,11 Milliarden gestiegen, so die vorläufigen Zahlen der Statistik Austria. Die Spitalsausgaben sind weiter gestiegen.

red/Agenturen

Die Gesundheitsausgaben sind im Vorjahr gemessen an der Wirtschaftsleistung leicht gesunken. Wurden 2016 noch 10,4 Prozent des BIP für Gesundheit aufgewendet, so waren es 2017 nur noch 10,3 Prozent. Das geht aus der am Donnerstag von der Statistik Austria veröffentlichten Schnellschätzung hervor. Die endgültigen Zahlen werden erst im kommenden Februar veröffentlicht.

In absoluten Zahlen sind die Gesundheitsausgaben laut diesen vorläufigen Angaben weiter gestiegen - und zwar von 36,88 Milliarden im Jahr 2016 auf 38,11 Mrd. Euro im Vorjahr. Hinzu kamen 2,67 Mrd. Euro an Investitionen im Gesundheitswesen (2016: 2,72 Mrd.)

Spitalsausgaben sind gestiegen

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern verbuchten 2017 in Summe laufende Gesundheitsausgaben in der Höhe von 28,3 Mrd. Euro. Der öffentliche Anteil an den laufenden Gesundheitsausgaben ist somit auf 74,3 Prozent leicht angestiegen, im Jahr 2016 waren es noch 74,1 Prozent (27,3 Mrd.). Die privaten Haushalte, privaten Versicherungsunternehmen, privaten Organisationen ohne Erwerbszweck sowie Unternehmen steuerten 9,8 Mrd. Euro zu den laufenden Gesundheitsausgaben bei.

Weiter gestiegen sind im Vorjahr die Spitalsausgaben. Auf die sogenannten Fondskrankenanstalten entfielen 11,5 Mrd. Euro an öffentlichen Ausgaben. Das entspricht einem Anstieg um 4,5 Prozent gegen über dem Jahr 2016 (10,9 Mrd.). 45,5 Prozent davon entfielen auf die Sozialversicherungen, den Rest teilen sich Bund, Länder und Gemeinden auf. Der Anteil der Gebietskörperschaften variiert dabei ziemlich stark. So reicht etwa der Länderanteil von 42,6 Prozent in Wien bis 21,9 Prozent in Tirol und der Gemeindenanteil von 21,0 Prozent in Niederösterreich bis 1,5 Prozent in der Steiermark.

Bei Fondskrankenanstalten handelt es sich um Akutspitäler in öffentlicher und privater Trägerschaft, die über die neun Landesgesundheitsfonds (teil)finanziert werden. Sie repräsentieren mit 87,9 Prozent aller stationären Aufenthalte die bei weitem größte Gruppe der österreichischen Spitäler.

Krankenhausflur
Spitzenreiter im Effizienzvergleich ist Tirol, wo sowohl Verwaltung als auch Spitäler gut abschneiden.
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