Influenza

Grippeimpfstoff in Klagenfurt nach einem Tag vergriffen

Am Montag hat es einen regelrechten Ansturm auf die Termine zur Grippe-Impfung am Klagenfurter Gesundheitsamt gegeben. Innerhalb eines Tages mit Hunderten Anrufen und einem vorübergehend überlasteten Online-Anmeldesystem ist der für heuer vorhandene Impfstoff - 2.800 Dosen - vergriffen, teilte die Stadtpresse mit. Nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hatte man versucht, das übliche Kontingent aufzustocken, scheiterte damit allerdings.

red/Agenturen

Wegen Covid-19 rechnete man bereits mit höherer Nachfrage, von dem Ansturm war man trotzdem überrascht. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und Gesundheits-Stadtrat Franz Petritz (beide SPÖ) appellierten an die Bundesregierung, „das Impfstoffkontingent dringend aufzustocken und gerecht zu verteilen“. Man sieht Wien bei der Zuteilung von Impfdosen bevorzugt. Petritz: „Österreichweit herrscht bereits ein starker Engpass an Grippeimpfstoffen, es besteht akuter Handlungsbedarf.“

Die Zuteilung der Impfdosen des Klagenfurter Gesundheitsamts erfolgte nicht nach Risikogruppen, sondern nach dem Windhundprinzip - wer zuerst durchkam, bekam den Termin. Klagenfurter, die noch keinen Impfstoff haben und sich impfen lassen möchten, müssen nach freien Kontingenten bei Apotheken und niedergelassenen Ärzten suchen oder ihr Glück in einem anderen Bezirk versuchen.

In Villach habe die Vergabe am Dienstag begonnen, sagte Stadtrat Christian Pober (ÖVP), die Online-Anmeldung beginne am (morgigen) Mittwoch. Man habe heuer statt der üblichen 1.000 Impfdosen 1.500 bestellt und habe noch eine Option auf weitere 500.