Island erlaubt nach Debatte Abtreibung bis Woche 22

Das isländische Parlament hat die Frist für erlaubte Abtreibungen verlängert. Wie der Fernsehsender "Ruv" am Dienstag berichtete, hat die Mehrheit der Abgeordneten entschieden, dass in Zukunft bis zur 22. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vorgenommen werden darf, ohne dass die Frau die Zustimmung eines medizinischen Ausschusses braucht. Das bisherige Gesetz verbietet Abtreibungen nach der 16. Woche.

 

red/Agenturen

Der Vorstoß hatte eine leidenschaftliche Debatte ausgelöst, es hatte mehrere Monate gedauert, bis das Parlament darüber abstimmte. In Deutschland ist eine Abtreibung in der Regel bis zur 12. Schwangerschaftswoche rechtlich zulässig, sofern sich die Frau an einer staatlich anerkannten Stelle beraten lassen hat. Bei einer medizinischen Indikation wie einer schweren Behinderung kann die Frist verlängert werden.

In Österreich ist das Thema „Spätabtreibung“ momentan ebenfalls umstritten. Die Bürgerinitative #fairändern will Spätabtreibungen aus Gründen des Schutzes Ungeborener verbieten, während die Petition #keinenmilimeter hierin eine Beschneidung von Frauenrechten sieht.

 

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#fairändern im Nationalrat