Coronavirus

Italien kritisiert weiter Österreichs Reisebeschränkung

Aus Italien hagelt es weiter Kritik an Österreichs Reisebeschränkungen. Kritisch zeigte sich Italiens Vizepräsidentin der italienischen Abgeordnetenkammer, Mara Carfagna. „Österreichs Kanzler Sebastian Kurz behauptet, dass Urlaub in Österreich sicher ist. Auch Urlaub in Italien ist sicher“, sagte Carfagna.“

red/Agenturen

Wir werden in der EU um das Recht der österreichischen Bürger kämpfen, Ferien am Meer und an unseren Stränden zu verbringen“, twitterte Carfagna, die der oppositionellen Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi angehört.

Der italienische EU-Parlamentarier Massimo Salini warnte, dass Österreich die Solidarität unter EU-Mitgliedsstaaten und das Prinzip des freien Personenverkehrs untergrabe. „Kurz' Verhalten ist verantwortungslos, denn er verhindert den Dialog und die Zusammenarbeit am europäischen Tisch. Damit gefährdet er nicht nur den wirtschaftlichen Neustart, sondern auch den Halt Europas“, sagte Salini, Parlamentarier der Forza Italia. Salini kritisierte auch Tirols Verkehrspolitik, die Italien benachteilige, sowie Österreichs „Obstruktion“ gegen den deutsch-französischen Plan zum „Recovery Fund“.

Kritik kam auch von der italienischen Regierungspartei Italia Viva. „Bundeskanzler Kurz behauptet, dass die Wiederöffnung der Grenzen in Richtung Italien unverantwortlich ist. Wir denken, dass nationalistische Slogans ohne Vereinbarung einer europäischen Strategie für die Öffnung der europäischen Binnengrenzen verantwortungslos sind“, so der Europarlamentarier von Italia Viva, Nicola Danti via Twitter.