Krankenanstalten-Arbeitszeit

Kritik bei Treffen in Wien bekräftigt

Stadt Wien lud zu Rundem Tisch mit Vertretern von Gesundheitsministerium, Ärztekammer, Gewerkschaft, AK, KAV, Ordensspitäler, MedUni und WGKK.

red/Agenturen

Die geplanten Änderungen im Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz waren nun auch Gegenstand eines Runden Tisches im Wiener Rathaus. Die drohende Verkürzung von Ruhezeiten sind dabei einhellig abgelehnt worden. Das teilte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der die Zusammenkunft initiiert hat, am Freitag in einer Aussendung mit.

An dem Treffen nahmen Vertreter von Ärztekammer, Gewerkschaft, Arbeiterkammer, Krankenanstaltenverbund, Ordensspitäler, MedUni Wien und Wiener Gebietskrankenkasse teil. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums informierte zudem über den aktuellen Stand der Gespräche.

Die Spitalsbetreiber hielten demnach fest, dass aus ihrer Sicht kein Bedarf für eine Änderung bestehe. Ärztekammer und Arbeitnehmervertreter hätten vor negativen Folgen in der Gesundheitsversorgung bzw. für die Beschäftigten gewarnt, wurde betont. „Für mich war von vornherein klar, dass flexible Arbeitszeit ein wichtiges Element ist“, sagte Hacker. Die Grenze sei aber dort zu ziehen, wenn übermüdete Mitarbeiter im Spital ihre Arbeit verrichten sollen.

Krankenhausflur
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