Coronavirus

Kurzarbeit - Aschbacher: „Einzigartiges Angebot“

Die Regierung hat am Mittwoch ihre jüngsten Arbeitsmarkt-Maßnahmen beworben. Die neue Kurzarbeit-Regelung und die neue Arbeitsstiftung zur Weiterqualifizierung oder Umschulung seien „ein einzigartiges Angebot“, frohlockte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nach dem Ministerrat. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) hob das freiwillige Corona-Arbeitszeitmodell hervor.

red/Agenturen

Man wolle in Corona-Zeiten „Mut und Perspektive“ geben, meinte Aschbacher, man werde alles tun, um Arbeitsplätze zu retten, zu halten und zu schaffen. Das neue Kurzarbeitsmodell ab 1. Oktober laufe sechs Monate und biete damit Planungssicherheit. Anschober lobte, dass die „sehr attraktive Nettoersatzrate“ von 80 bis 90 Prozent beibehalten werde. Eine Einschätzung, wie hoch die Kosten für die Kurzarbeit bis Ende März 2021 sein werden, wollte Aschbacher auf Nachfrage nicht abgeben.

Eine Arbeitsstiftung soll ab Herbst außerdem bei der Weiterqualifizierung und Umschulung unterstützen. Man investiere darin bis zu 700 Mio. Euro, erklärte Aschbacher, bis zu 100.000 Menschen sollen profitieren.

Es handle sich um ein flexibles und klares Paket, sprach Anschober von einem „großen Wurf“. Er bewarb auch das Corona-Arbeitszeitmodell, das man als eine Möglichkeit für Unternehmen zusätzlich fördern wolle. Bei diesem Solidarmodell könnten sich etwa vier Personen in einem Betrieb zusammentun und zeitlich befristet ihre Arbeitszeit um 20 Prozent reduzieren, um damit einen neuen Job zu schaffen. Die Hälfte ihres Einkommensausfalls werde übernommen und es gebe auch keine pensionsrechtliche Verschlechterung.