Corona-Pandemie

Land NÖ will Covid-Management aufrecherhalten

Das Land Niederösterreich will die laut LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) „hohe Qualität des Covid-Managements“ auch über die Spitze der Omikron-Welle aufrechterhalten. Der Höhepunkt stehe noch bevor. In der Woche der Semesterferien seien 9.000 bis 12.000 Neuinfizierte pro Tag möglich. Der Landesvize wies am Donnerstagnachmittag auch darauf hin, dass etwa 100.000 Menschen im Bundesland die Impf-Auffrischung benötigen würden, damit der Grüne Pass seine Gültigkeit behält.

red/Agenturen

Es werde jedenfalls alles darangesetzt, damit das Testsystem und das Contact Tracing aufrechterhalten werden könnten, sagte Pernkopf nach einer neuerlichen Lagebesprechung. Die Belastungen in den Kliniken seien noch gering. Dennoch: "Wir bereiten uns auf eine extreme Belastung vor." Zudem werde Vorsorge getroffen, damit die öffentliche Versorgung in jedem Fall aufrechterhalten werden könne. "Oberstes Gebot" bleibe "impfen". In diesem Zusammenhang verwies Pernkopf darauf, dass 93 Prozent der Patienten auf Intensivstationen nicht geimpft seien.

Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) merkte an, dass mittlerweile rund 97 Prozent der Corona-Fälle auf Omikron zurückzuführen seien. Der Eindruck milderer Verläufe sei vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Menschen geimpft und geboostert seien. Darauf wolle sie „ganz eindringlich hinweisen“, so Königsberger-Ludwig.

Schnelltest vorm Freitesten

Die SPÖ-Politikerin informierte auch, dass seitens des Landes 1,5 Millionen Wohnzimmertests angekauft worden seien, die ab der kommenden Woche an den mittlerweile zehn Drive-in und zwölf Walk-in-Stationen für behördliche Testungen ebenso wie bei den noch immer etwa 200 Gemeindeteststraßen ausgegeben werden sollen. Vor dem Freitesten sollte man einen Antigen-Test zu Hause machen, riet Königsberger-Ludwig, und nicht zum Drive-in kommen, „wenn man noch positiv ist“.

Karl Zwiauer, Mitglied des Nationalen Impfgremiums, der einem Pressegespräch in Wien zugeschaltet war, sah im Zusammenhang mit Omikron schlechte ebenso wie gute Nachrichten. Er führte diesbezüglich einerseits die Häufigkeit an Infektionen, andererseits die geringere Krankheitslast an. Es gebe auch weniger Hospitalisierungen und Intensivpatienten. Die dritte Impfung biete jedenfalls eine sehr gute Schutzwirkung vor einer schweren Infektion oder Spitalsaufenthalt und sie wirke sehr schnell. Zwiauer: „Es ist nicht zu spät, wenn man sich jetzt impfen lässt.“

In Spitzenzeiten hätten in Niederösterreich etwa 30.000 Menschen täglich bzw. 150.000 bis 160.000 pro Woche den Stich erhalten, sagte Impfkoordinator Christof Constantin Chwojka. Aktuell seien es rund 6.000 pro Tag.

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