Lifebrain geht rechtlich gegen Tiroler Gurgeltest-Vergabe vor

In der kommenden Woche wird in Tirol das kostenlose PCR-Gurgeltestsystem ausgerollt. Vor dem Start ziehen jedoch offenbar rechtliche Gewitterwolken auf, denn der Wiener Laboranbieter Lifebrain geht gegen die Vergabe an die Firma Novatium vor und brachte beim Landesverwaltungsgericht einen sogenannten Feststellungsantrag ein, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ (Samstagsausgabe). Die Vergabe an Novatium sei rechtswidrig erfolgt, die Firma erfülle die Voraussetzungen nicht.

red/Agenturen

Novatium sei dafür nicht leistungsfähig genug, begründete Lifebrain das rechtliche Vorgehen laut dem Bericht. .Man wolle nun selbst den Auftrag und verwies darauf, dass dieser „ein wesentliches Referenzprojekt“ darstelle. Laut „TT“ hätte das Wiener Großlabor ursprünglich den Zuschlag für den Auftrag erhalten, diesen aber nicht angenommen. Dies deshalb, weil die Vorbereitungsphase offenbar zu kurz gewesen sei.

Die Gurgeltests können an über 300 Standorten in Tirol bezogen und zurückgegeben werden. Das Land stellte bis Ende März für dieses Testsystem laut eigenen Angaben rund 62 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei Land Tirol nimmt man den Schritt von Lifebrain „zur Kenntnis“. Gleichzeitig verwiesen die Verantwortlichen gegenüber der APA darauf, dass Lifebrain eben den Auftrag nicht angenommen habe. Das Unternehmen habe „nach der Leistungsabrufung über die Bundesbeschaffungsgesellschaft von sich aus gegenüber dem Land Tirol erklärt hat, man könne die erforderliche Leistung doch nicht erbringen“. Anschließend sei Novatium von der Bundesbeschaffungsgesellschaft erstgereiht worden. Die Prüfung, ob Novatium die notwendige Eignung aufweise, sei eben jene Bundesbeschaffungsgesellschaft im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens erfolgt, wurde betont.

WEITERLESEN: