Corona-Verordnungen

Lockdown endet im Burgenland am Montag

Das Burgenland beendet den Corona-Lockdown nach dem 18. April. Am Montag öffnen die Schulen und der Handel wieder, gab Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt. „Die Zahlen gehen massiv zurück“, dies sollte sich auch bald auf die derzeit noch hohe Auslastung der Intensivstationen auswirken, so Doskozil. Geplant ist, die Testkapazität noch zu erhöhen. Er appellierte an die Bevölkerung, weiterhin verantwortungsvoll zu sein.

red/Agenturen

Konkret sollen etwa die Schüler drei Mal und die Lehrer zwei Mal pro Woche getestet werden. In Absprache mit der Wirtschaftskammer sollen auch in Betrieben auf freiwilliger Basis zwei Mal pro Woche getestet werden. Bei der Wirtschaftskammer bedankte sich Doskozil für den „Schulterschluss“.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betonte der Landeshauptmann. Das Burgenland habe bei der Sieben-Tages-Inzidenz und den täglichen Fallzahlen eine nahezu „perfekte Entwicklung“ zu verzeichnen. „Wir gehen nach unten, wir sind unter den besten drei Bundesländern, was diese Entwicklung betrifft“, sagte Doskozil. Zudem habe sich die Lage in den anderen Bundesländern nicht so entwickelt, wie prognostiziert. Immerhin seien diese der Ostregion nicht in den Lockdown gefolgt.

Der Rückgang bei den Zahlen werde sich jetzt zeitverzögert auf die Auslastung der Normalbetten und danach auch auf die Intensivstationen auswirken. Doskozil betonte, dass er auf eine Strategie setzen wolle, mit der Bevölkerung mit der Pandemie leben zu lernen. „Ich komme für mich persönlich zu dem Ergebnis, dass es höchstwahrscheinlich ein Fehler ist, dass wir die Pandemie so nach dem Motto entweder öffnen oder schließen, entweder schwarz oder weiß beurteilen. Das wird nicht die Lösung sein“, so der Landeshauptmann.

Er bedankte sich bei den Burgenländern für die Einhaltung der Maßnahmen über Ostern. Nun, da die Zahlen zurückgehen, wolle er den Menschen eine Perspektive bieten. Gleichzeitig müsse man aber weiter ihre Verantwortung einfordern.

Doskozil will insbesondere aufs Testen setzen und spricht sich für Zugangstests aus. Die Städte Neusiedl am See und Parndorf sollen außerdem zu einer gemeinsamen Region zusammengefasst und durchgetestet werden. „Wir wollen 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung regelmäßig testen“, sagte Doskozil. In dieser Region könne man dann beobachten, was Öffnungsschritte bewirken - „was passiert in welcher Situation“.

Dennoch könne aber niemand garantieren, dass die im Burgenland gesetzten Schritte zum Erfolg führen, meinte Doskozil. „Ich muss an dieser Stelle auch ganz klar sagen, wenn das nicht funktioniert, dann müssen wir auf die Stopptaste drücken“, betonte der Landeshauptmann, der sich auch bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bedankte, mit dem die Maßnahmen abgesprochen seien.