Coronakrise

London zögert trotz Rekordinfektionen mit Maßnahmen

Obwohl die Zahl der Corona-Infektionen in Großbritannien in dieser Woche mit mehr als 100.000 Fällen an einem Tag einen Rekord erreicht hat, ist die Regierung in London weiter zögerlich mit schärferen Maßnahmen. Premierminister Boris Johnson mahnte die Menschen in einem Gastbeitrag in der Boulevardzeitung „The Sun“ am Donnerstag lediglich zu erhöhter Vorsicht und rief zur Booster-Impfung auf.

red/Agenturen

„Omikron breitet sich weiter schneller aus, als alles was wir bisher gesehen haben“, schrieb der konservative Politiker. Alle britischen Landesteile außer England hatten indessen bereits eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen vom zweiten Weihnachtsfeiertag an angekündigt.

Bestätigt fühlt sich die Regierung in London in ihrem Kurs Berichten zufolge jedoch durch die Ergebnisse mehrerer am Mittwoch veröffentlichter Studien aus Großbritannien und Südafrika. Demnach führt eine Omikron-Infektion weniger häufig zu Krankenhauseinweisungen als eine Infektion mit der Delta-Variante. Experten warnen jedoch, dass die schiere Zahl der Ansteckungen das Gesundheitssystem an den Rand seiner Fähigkeiten bringen könnte, unter anderem auch, weil viele Mitarbeiter wegen Infektionen ausfallen.

Großbritannien hatte am Mittwoch mehr als 106.000 Neuinfektionen registriert. In den Landesteilen England und Schottland ist die Omikron-Variante bereits vorherrschend. Besonders stark betroffen ist die britische Hauptstadt London. Mehr als die Hälfte der Briten im Alter von über 12 Jahren hat inzwischen eine Booster-Impfung erhalten.

 

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