Medikamente

Merck setzt im Pharmageschäft auf fünf neue Wirkstoffe

Der deutsche Merck-Konzern will sich in seiner Pharma-Forschung künftig auf fünf Wirkstoffkandidaten konzentrieren. Die Pipeline an neuen Medikamenten solle voraussichtlich ab 2025 für erhebliches Wachstum sorgen, teilte der Pharma- und Life-Science-Konzern am Montag mit. Im kommenden Jahr sollen alleine elf neue klinische Studien starten, 14 laufende klinische Entwicklungsprogramme hat Merck im gesamten Portfolio.

red/Agenturen

„Wir erwarten in den nächsten Jahren spannende Neuzugänge und maßgebliche Fortschritte in unserer Früh- und Spätphasenpipeline“, erklärte Jörn-Peter Halle, Leiter der Forschung des Unternehmensbereichs Healthcare.

Im Fokus sollen die Wirkstoffe Evobrutinib zur Behandlung von Multipler Sklerose, die Krebsmittel Xievinapant, Berzosertib, M1231 sowie der Wirkstoff Enpatoran zur Behandlung der Autoimmunerkrankung Lupus stehen. Nach Einschätzung von Merck haben sie das Potenzial, die ersten und besten Vertreter ihrer Arzneimittelgruppe am Markt zu werden. Angaben zu ihrem Spitzenumsatzpotenzial machte das Unternehmen nicht.

Bei der Prognose für den Umsatz durch neue Produkte aus der Entwicklungspipeline im Jahr 2022 musste Merck kürzlich Abstriche machen. So erwartet Merck nun noch 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro statt rund zwei Milliarden, da die Pandemie die Markteinführung neuer Produkte bremste.