Neue Kampagne in Kärnten: Es geht „um unser Leben“

In Kärnten bemüht man sich aktuell, der Corona-Impfung gegenüber skeptische Personen doch noch in die Impfstraßen zu bekommen. Um dabei zu helfen, wurde am Montag eine neue Kampagne unter dem Titel „Weil es um Ihre Gesundheit und unser Leben geht“ präsentiert. Die Sujets zeigen Kinder, Arbeiter und Senioren, sie sollen via Außenwerbung, Printinserate und Online-Schaltungen an die Öffentlichkeit kommen. Dafür wurde ein Budget von 200.000 Euro reserviert.

red/Agenturen

„Viele meinen, dass die Impfung zu wenig erforscht ist oder Risiken birgt. Ich maße mir auch nicht an, Impfexperte zu sein, aber was ich weiß ist, dass bei Milliarden Menschen, die auf der ganzen Welt geimpft wurden, dort, wo die Impfquote höher ist, weniger Menschen durch die Pandemie dem Tode geweiht sind“, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) vor online zugeschalteten Journalisten. Landesrat Martin Gruber (ÖVP) meinte bei der Präsentation, klar deklarierte Impfgegner werde man mit der Kampagne nicht umstimmen können: „Aber viele Kärntnerinnen und Kärntner, die keine absoluten Impfgegner sind, könnte man überzeugen.“ Eine weitere Anstrengung müsse sein, das Impfangebot noch weiter zu regionalisieren.

Auf eine leichte Entspannung, was die Zahl der Neuinfektionen in Kärnten angeht, verwies Gesundheitsreferentin Beate Prettner: 505 waren es in den vergangenen 24 Stunden, die Sieben-Tage-Inzidenz sank erstmals seit Mitte November wieder unter 1.000. Dennoch mussten mit Stand Montag 60 Coronapatientinnen und -patienten auf Kärntens Intensivstationen versorgt werden. „Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, ständig von Lockdown zu Lockdown zu gehen“, meinte Prettner - deshalb gelte es nun, alles zu tun, um die Bevölkerung zu einer Impfung zu motivieren.

Deshalb wurden bereits die Öffnungszeiten der Impfstraßen des Landes Kärnten ausgeweitet - vergangene Woche wurden 45.000 Impfungen in Kärnten verabreicht, fast genau so viel wie in der Woche zuvor. Die Hälfte der Impfungen wurde in den Ordinationen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ausgegeben. „An den Impfstraßen sind diese Woche 23.700 Impftermine buchbar, die Hälfte davon ist bereits gebucht“, sagte Prettner.

Eine besondere Motivation zur Impfung soll es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeheimen geben, kündigte Prettner an: Die Mitarbeiter von Heimen mit einer hundertprozentigen Impfquote sollen eine Bonuszahlung von 100 Euro bekommen. Zwei Heime haben bereits eine Impfquote in dieser Höhe eingemeldet.