Wiener AKH

Neues OP-Zentrum für Kinder geht in Betrieb

Das Allgemeine Krankenhaus und die Med-Uni Wien sind dabei, ein Eltern-Kind-Zentrum im AKH zu errichten - in dem die Versorgung und Betreuung von Kinder, Jugendlichen sowie von Schwangeren gebündelt wird. Als wichtiger Teil des Zentrums geht nun das neue OP-Zentrum in Betrieb. Chirurgische Leistungen für Personen unter 18 Jahren werden damit weitgehend unter einem Dach zusammengeführt. Transport- und Behandlungswege würde dadurch verkürzt, betont man.

red/Agenturen

Man schicke Eltern und Kinder künftig nicht mehr durch das ganze Haus, hob Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Freitag bei der gemeinsam mit AKH-Direktor Herbert Wetzlinger und Uni-Rektor Markus Müller durchgeführten Präsentation des Gebäudes hervor. Im neuen Trakt sind neben Operationssälen auch eine Intensiv-Station und eine Normalpflegestation zu finden. OP-Bereiche gab es dort auch bereits zuvor, nun wurden aber auch jene, die bisher im Haupthaus zu finden waren, dorthin übersiedelt.

Damit verdoppeln sich die Kapazitäten auf insgesamt vier OP-Räume. In diesen werden kinder-, herz- und neurochirurgische Operationen sowie urologische Eingriffe durchgeführt. Wenn es die Ressourcen erlauben, können dort auch andere Fächer OPs bei Kindern und Jugendlichen durchführen. Im Rahmen des Vollausbaus wurden 15 Betten, sieben Intensivbetten und fünf Intermediate-Care-Betten geschaffen.

Die Räumlichkeiten unterscheiden sich von den anderen Spitalseinheiten nicht nur durch bunte Bildmotive, die Türen, Wände oder auch die Decken zieren. Auch die Anzahl der Schlafplätze lässt sich bei Bedarf verdoppeln: Für jedes Kinderbett ist auch eines für begleitende Erwachsene vorhanden.

Insgesamt 18 Mio. Euro hat die Adaptierung des über mehr als 11.000 Quadratmeter Nutzfläche verfügenden Traktes gekostet. Das Budget stammt aus dem Rahmenbauvertrag von Stadt und Bund. Das OP-Zentrum liegt südlich der AKH-Türme und ist direkt an die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde angebunden.