Deutschland

Neuregelung zu Abtreibungs-Informationen gebilligt

Die Reform des so genannten Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist unter Dach und Fach: Nach dem Deutschen Bundestag ließ am Freitag auch der Bundesrat die Neuregelung des Strafrechtsparagrafen 219a passieren.

red/Agenturen

Sie sieht vor, dass Ärzte, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen in Deutschland künftig darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen. In zusätzlich im Internet veröffentlichten Listen soll auch über verschiedene Möglichkeiten und Methoden informiert werden, welche die jeweiligen Ärzte anbieten.

Das Gesetz sieht zudem vor, die Qualifizierung von Ärzten fortzuentwickeln. Enthalten ist schließlich die Regelung, dass junge Frauen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel künftig bis zum 22. Lebensjahr gratis bekommen können. Bislang war die Altersgrenze hier das 20. Lebensjahr.

Die Neuregelung ist höchst umstritten. Linke und Grüne hatten ebenso wie Frauenverbände eine komplette Streichung des Paragrafen 219a verlangt. Auch die SPD trat für eine Streichung ein, konnte sich damit innerhalb der großen Koalition aber nicht durchsetzen.

GynäkologischerStuhl
Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland unter bestimmten Bedingungen nicht strafbar.
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